EnableMe50+ - Methodik- und technologiegestützte Befähigung von Arbeitskräften der Generation 50+

Projekt: Foschungsprojekt

Beschreibung

Die Industrie sieht sich aktuell vielen Herausforderungen gegenüber, wie zum Beispiel einer stetigen Zunahme der Komplexität im Arbeitsumfeld durch kundenindividuelle Produktion und Variantenreichtum, steigendem Technologieeinsatz im Arbeitsalltag unter dem Decknamen Industrie 4.0 oder einer radikalen Verkürzung von Produktlebenszyklen und den damit verbundenen Herausforderungen für manuelle Arbeitsplätze. Zur selben Zeit durchläuft auch das Arbeitskräftepotential kurz- und mittelfristig eine starke Veränderung. Einer der großen Veränderungstreiber des Arbeitskräftepotentials ist der demographische Wandel.
Durch die Verschiebung des mittleren Alters der erwerbsfähigen Personen müssen sich Unternehmen in Zukunft vermehrt mit den besonderen Bedürfnissen und Herausforderungen älterer Mitarbeiter auseinandersetzen. Derzeit wird dies nur in wenigen Betrieben durchgängig praktiziert und ältere Mitarbeiter, welche eigentlich über die Jahre einen wertvollen Erfahrungsschatz für das Unternehmen aufgebaut haben, werden an andere Arbeitsplätze verschoben. Die verstärkten Anforderungen Älterer in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Technologieakzeptanz, Arbeitszeitanforderungen, Arbeitssystemgestaltung und dergleichen werden nur oberflächlich behandelt.
EnableMe 50+ greift diese gängige Praxis an und hat die Entwicklung eines generischen Konzepts zur Befähigung von älteren Mitarbeitern unter der Berücksichtigung der Dimensionen Technologie, Organisation und Mensch zum Ziel. Auf Basis einer breiten Literaturanalyse sowie tiefgehenden Fallstudien mit Partnerunternehmen sollen erste Ansätze für ein solches generisches Vorgehen erarbeitet werden. Diese Ansätze werden in einem ersten Feldversuch in der Lernfabrik des IIM implementiert und weiterentwickelt. Als Schlüsselergebnisse von EnableMe 50+ können die folgenden Punkte gesehen werden:
1. Analysemethodik für die Alter(n)sgerechtheit von Arbeitsplätzen und Arbeitssystemen
2. Theorierahmen zur Identifikation des Befähigungsbedarfs für industrielle Arbeit der Zukunft
3. Lösungskatalog mit konkreten Methoden zur Unterstützung in den drei Dimensionen Technologie – Organisation – Mensch
4. Handlungsrahmen und Vorgehensmodell zur alter(n)sgerechten Gestaltung von Arbeitssystemen
Es kann eine breite Sichtweise auf das Thema ältere Mitarbeiter projiziert und ein generisches Modell zur Unterstützung von Arbeitskräften in den Arbeitssystemen in Zukunft entwickelt werden.
StatusLaufend
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/07/1731/07/20