Zwangbeanspruchung von Stahlbetonbauteilen: Neue Erkenntnisse aus der systematischen Untersuchung mit Zwangrahmen für bewehrten Beton

Research output: Contribution to journalArticleResearchpeer-review

Abstract

Um das tatsächliche Verhalten von Stahlbetonbauteilen unter vorwiegender Zwangbeanspruchung experimentell zu untersuchen, wurde an der Technischen Universität Graz ein neuer Versuchsaufbau konzipiert. Im Vordergrund steht hierbei die zusammenhängende Betrachtung der Spannungsgeschichte und Rissbildung, beginnend mit der erhärtungsbedingten Zwangbeanspruchung (früher Zwang) und der anschließenden Überlagerung mit weiteren Zwangbeanspruchungen in der Nutzungsphase (später Zwang).

Ziel der experimentellen Untersuchung war es, die verbleibenden Zwangspannungen nach Spannungsrelaxation und Rissbildung zu quantifizieren sowie die Rissbreitenentwicklung im Nutzungszeitraum zu beobachten. Für den frühen Zwang wurde hierbei besonderes Augenmerk auf den Einfluss der realistischen Behinderungssituation (in der Regel teilweiser Zwang) und der thermischen Randbedingungen (insbesondere Auswirkungen thermischer Nachbehandlungsmaßnahmen) gelegt. Im späten Zwang fällt vor allem der Berücksichtigung des Bauteilzustands (Einzelriss oder abgeschlossenes Rissbild) eine entscheidende Rolle zu. Mit den Versuchsergebnissen kann gezeigt werden, dass die Effektivität von thermischen Nachbehandlungsmaßnahmen zur Vermeidung von Trennrissen sehr begrenzt ist und eine getrennte Betrachtung von frühem und spätem Zwang nicht immer zu einer sicheren Bemessung führt.
Original languageGerman
Pages (from-to)301-309
JournalBeton- und Stahlbetonbau
Volume111
Issue number5
DOIs
Publication statusPublished - May 2016

Keywords

    Fields of Expertise

    • Sustainable Systems

    Treatment code (Nähere Zuordnung)

    • Basic - Fundamental (Grundlagenforschung)

    Cite this

    Zwangbeanspruchung von Stahlbetonbauteilen : Neue Erkenntnisse aus der systematischen Untersuchung mit Zwangrahmen für bewehrten Beton. / Turner, Katrin; Schlicke, Dirk; Nguyen, Viet Tue.

    In: Beton- und Stahlbetonbau, Vol. 111, No. 5, 05.2016, p. 301-309.

    Research output: Contribution to journalArticleResearchpeer-review

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    keywords = "Betonerh{\"a}rtung, Nachbehandlung, Zwangbeanspruchung, fr{\"u}her Zwwang, Relaxation, Rissbildung",
    author = "Katrin Turner and Dirk Schlicke and Nguyen, {Viet Tue}",
    year = "2016",
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    language = "deutsch",
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    journal = "Beton- und Stahlbetonbau",
    issn = "0005-9900",
    publisher = "Ernst & Sohn",
    number = "5",

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    TY - JOUR

    T1 - Zwangbeanspruchung von Stahlbetonbauteilen

    T2 - Neue Erkenntnisse aus der systematischen Untersuchung mit Zwangrahmen für bewehrten Beton

    AU - Turner, Katrin

    AU - Schlicke, Dirk

    AU - Nguyen, Viet Tue

    PY - 2016/5

    Y1 - 2016/5

    N2 - Um das tatsächliche Verhalten von Stahlbetonbauteilen unter vorwiegender Zwangbeanspruchung experimentell zu untersuchen, wurde an der Technischen Universität Graz ein neuer Versuchsaufbau konzipiert. Im Vordergrund steht hierbei die zusammenhängende Betrachtung der Spannungsgeschichte und Rissbildung, beginnend mit der erhärtungsbedingten Zwangbeanspruchung (früher Zwang) und der anschließenden Überlagerung mit weiteren Zwangbeanspruchungen in der Nutzungsphase (später Zwang).Ziel der experimentellen Untersuchung war es, die verbleibenden Zwangspannungen nach Spannungsrelaxation und Rissbildung zu quantifizieren sowie die Rissbreitenentwicklung im Nutzungszeitraum zu beobachten. Für den frühen Zwang wurde hierbei besonderes Augenmerk auf den Einfluss der realistischen Behinderungssituation (in der Regel teilweiser Zwang) und der thermischen Randbedingungen (insbesondere Auswirkungen thermischer Nachbehandlungsmaßnahmen) gelegt. Im späten Zwang fällt vor allem der Berücksichtigung des Bauteilzustands (Einzelriss oder abgeschlossenes Rissbild) eine entscheidende Rolle zu. Mit den Versuchsergebnissen kann gezeigt werden, dass die Effektivität von thermischen Nachbehandlungsmaßnahmen zur Vermeidung von Trennrissen sehr begrenzt ist und eine getrennte Betrachtung von frühem und spätem Zwang nicht immer zu einer sicheren Bemessung führt.

    AB - Um das tatsächliche Verhalten von Stahlbetonbauteilen unter vorwiegender Zwangbeanspruchung experimentell zu untersuchen, wurde an der Technischen Universität Graz ein neuer Versuchsaufbau konzipiert. Im Vordergrund steht hierbei die zusammenhängende Betrachtung der Spannungsgeschichte und Rissbildung, beginnend mit der erhärtungsbedingten Zwangbeanspruchung (früher Zwang) und der anschließenden Überlagerung mit weiteren Zwangbeanspruchungen in der Nutzungsphase (später Zwang).Ziel der experimentellen Untersuchung war es, die verbleibenden Zwangspannungen nach Spannungsrelaxation und Rissbildung zu quantifizieren sowie die Rissbreitenentwicklung im Nutzungszeitraum zu beobachten. Für den frühen Zwang wurde hierbei besonderes Augenmerk auf den Einfluss der realistischen Behinderungssituation (in der Regel teilweiser Zwang) und der thermischen Randbedingungen (insbesondere Auswirkungen thermischer Nachbehandlungsmaßnahmen) gelegt. Im späten Zwang fällt vor allem der Berücksichtigung des Bauteilzustands (Einzelriss oder abgeschlossenes Rissbild) eine entscheidende Rolle zu. Mit den Versuchsergebnissen kann gezeigt werden, dass die Effektivität von thermischen Nachbehandlungsmaßnahmen zur Vermeidung von Trennrissen sehr begrenzt ist und eine getrennte Betrachtung von frühem und spätem Zwang nicht immer zu einer sicheren Bemessung führt.

    KW - Betonerhärtung

    KW - Nachbehandlung

    KW - Zwangbeanspruchung

    KW - früher Zwwang

    KW - Relaxation

    KW - Rissbildung

    U2 - 10.1002/best.201600003

    DO - 10.1002/best.201600003

    M3 - Artikel

    VL - 111

    SP - 301

    EP - 309

    JO - Beton- und Stahlbetonbau

    JF - Beton- und Stahlbetonbau

    SN - 0005-9900

    IS - 5

    ER -