Methode zur parallelen, zeitaufgelösten Verschleiß- und Reibungsanalyse am Einzylinder Forschungsmotor

Josef Edtmayer, Hannes Hick, Simon Walch, Siegfried Lösch, Thomas Wopelka

Research output: Contribution to conferencePaperResearch

Abstract

Bei der weiteren Reduktion der Reibungsverluste im Verbrennungsmotor werden zunehmend technologische Grenzbereiche betreten. Die Viskositätsverringerung von Schmierstoffen, Hybridfunktionalitäten wie Lastpunktverschiebungen und häufiger Start/Stopp-Betrieb führen mitunter zu Verschleißproblemen. Um diese Grenzbereiche auszuloten sind spezielle Analysemethoden unabdingbar. Die Applikation einer, auf radioaktiven Tracerisotopen basierenden, kontinuierlichen Verschleißmessung an einem Floating Liner Motor eignet sich dabei besonders um Werkstoffe, Oberflächenstrukturierungen und Schmierstoffformulierungen vom Modellversuch in Richtung realer Anwendung zu bringen. Die Kombination aus hochaufgelöster Messung und einem anwendungsnahen, gefeuerten Motorbetrieb dient darüber hinaus zur Parametrierung und Validierung von Simulationsmodellen, da insbesondere Reibungs- und Verschleißmodelle häufig auf empirischen Parametern basieren.
Das durchgeführte Untersuchungsprogramm bezieht sich auf PKW-Anwendungen. Analyseschwerpunkt waren unterschiedliche Betriebszustände im Kennfeld und Ölviskositäten. Es konnte dabei der ausgeprägte Einfluss der Ölviskosität auf den Verschleiß, sowie deutliche Reibungsunterschiede mit dem kombinierten Reibungs- Verschleißmessverfahren nachgewiesen werden. Mit dieser neuen Methode können in zukünftigen Entwicklungsprojekten schon frühzeitig reibungsoptimierte Lösungen hinsichtlich des Risikos auf unzulässige Verschleißraten evaluiert werden.

Conference

Conference59. Tribologie Fachtagung
CountryGermany
CityGöttingen
Period24/09/1826/09/18
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Fields of Expertise

  • Mobility & Production

Cite this

Edtmayer, J., Hick, H., Walch, S., Lösch, S., & Wopelka, T. (2018). Methode zur parallelen, zeitaufgelösten Verschleiß- und Reibungsanalyse am Einzylinder Forschungsmotor. Paper presented at 59. Tribologie Fachtagung, Göttingen, Germany.

Methode zur parallelen, zeitaufgelösten Verschleiß- und Reibungsanalyse am Einzylinder Forschungsmotor. / Edtmayer, Josef; Hick, Hannes; Walch, Simon; Lösch, Siegfried; Wopelka, Thomas.

2018. Paper presented at 59. Tribologie Fachtagung, Göttingen, Germany.

Research output: Contribution to conferencePaperResearch

Edtmayer, J, Hick, H, Walch, S, Lösch, S & Wopelka, T 2018, 'Methode zur parallelen, zeitaufgelösten Verschleiß- und Reibungsanalyse am Einzylinder Forschungsmotor' Paper presented at 59. Tribologie Fachtagung, Göttingen, Germany, 24/09/18 - 26/09/18, .
Edtmayer J, Hick H, Walch S, Lösch S, Wopelka T. Methode zur parallelen, zeitaufgelösten Verschleiß- und Reibungsanalyse am Einzylinder Forschungsmotor. 2018. Paper presented at 59. Tribologie Fachtagung, Göttingen, Germany.
Edtmayer, Josef ; Hick, Hannes ; Walch, Simon ; Lösch, Siegfried ; Wopelka, Thomas. / Methode zur parallelen, zeitaufgelösten Verschleiß- und Reibungsanalyse am Einzylinder Forschungsmotor. Paper presented at 59. Tribologie Fachtagung, Göttingen, Germany.9 p.
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title = "Methode zur parallelen, zeitaufgel{\"o}sten Verschlei{\ss}- und Reibungsanalyse am Einzylinder Forschungsmotor",
abstract = "Bei der weiteren Reduktion der Reibungsverluste im Verbrennungsmotor werden zunehmend technologische Grenzbereiche betreten. Die Viskosit{\"a}tsverringerung von Schmierstoffen, Hybridfunktionalit{\"a}ten wie Lastpunktverschiebungen und h{\"a}ufiger Start/Stopp-Betrieb f{\"u}hren mitunter zu Verschlei{\ss}problemen. Um diese Grenzbereiche auszuloten sind spezielle Analysemethoden unabdingbar. Die Applikation einer, auf radioaktiven Tracerisotopen basierenden, kontinuierlichen Verschlei{\ss}messung an einem Floating Liner Motor eignet sich dabei besonders um Werkstoffe, Oberfl{\"a}chenstrukturierungen und Schmierstoffformulierungen vom Modellversuch in Richtung realer Anwendung zu bringen. Die Kombination aus hochaufgel{\"o}ster Messung und einem anwendungsnahen, gefeuerten Motorbetrieb dient dar{\"u}ber hinaus zur Parametrierung und Validierung von Simulationsmodellen, da insbesondere Reibungs- und Verschlei{\ss}modelle h{\"a}ufig auf empirischen Parametern basieren.Das durchgef{\"u}hrte Untersuchungsprogramm bezieht sich auf PKW-Anwendungen. Analyseschwerpunkt waren unterschiedliche Betriebszust{\"a}nde im Kennfeld und {\"O}lviskosit{\"a}ten. Es konnte dabei der ausgepr{\"a}gte Einfluss der {\"O}lviskosit{\"a}t auf den Verschlei{\ss}, sowie deutliche Reibungsunterschiede mit dem kombinierten Reibungs- Verschlei{\ss}messverfahren nachgewiesen werden. Mit dieser neuen Methode k{\"o}nnen in zuk{\"u}nftigen Entwicklungsprojekten schon fr{\"u}hzeitig reibungsoptimierte L{\"o}sungen hinsichtlich des Risikos auf unzul{\"a}ssige Verschlei{\ss}raten evaluiert werden.",
author = "Josef Edtmayer and Hannes Hick and Simon Walch and Siegfried L{\"o}sch and Thomas Wopelka",
year = "2018",
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TY - CONF

T1 - Methode zur parallelen, zeitaufgelösten Verschleiß- und Reibungsanalyse am Einzylinder Forschungsmotor

AU - Edtmayer, Josef

AU - Hick, Hannes

AU - Walch, Simon

AU - Lösch, Siegfried

AU - Wopelka, Thomas

PY - 2018/9/24

Y1 - 2018/9/24

N2 - Bei der weiteren Reduktion der Reibungsverluste im Verbrennungsmotor werden zunehmend technologische Grenzbereiche betreten. Die Viskositätsverringerung von Schmierstoffen, Hybridfunktionalitäten wie Lastpunktverschiebungen und häufiger Start/Stopp-Betrieb führen mitunter zu Verschleißproblemen. Um diese Grenzbereiche auszuloten sind spezielle Analysemethoden unabdingbar. Die Applikation einer, auf radioaktiven Tracerisotopen basierenden, kontinuierlichen Verschleißmessung an einem Floating Liner Motor eignet sich dabei besonders um Werkstoffe, Oberflächenstrukturierungen und Schmierstoffformulierungen vom Modellversuch in Richtung realer Anwendung zu bringen. Die Kombination aus hochaufgelöster Messung und einem anwendungsnahen, gefeuerten Motorbetrieb dient darüber hinaus zur Parametrierung und Validierung von Simulationsmodellen, da insbesondere Reibungs- und Verschleißmodelle häufig auf empirischen Parametern basieren.Das durchgeführte Untersuchungsprogramm bezieht sich auf PKW-Anwendungen. Analyseschwerpunkt waren unterschiedliche Betriebszustände im Kennfeld und Ölviskositäten. Es konnte dabei der ausgeprägte Einfluss der Ölviskosität auf den Verschleiß, sowie deutliche Reibungsunterschiede mit dem kombinierten Reibungs- Verschleißmessverfahren nachgewiesen werden. Mit dieser neuen Methode können in zukünftigen Entwicklungsprojekten schon frühzeitig reibungsoptimierte Lösungen hinsichtlich des Risikos auf unzulässige Verschleißraten evaluiert werden.

AB - Bei der weiteren Reduktion der Reibungsverluste im Verbrennungsmotor werden zunehmend technologische Grenzbereiche betreten. Die Viskositätsverringerung von Schmierstoffen, Hybridfunktionalitäten wie Lastpunktverschiebungen und häufiger Start/Stopp-Betrieb führen mitunter zu Verschleißproblemen. Um diese Grenzbereiche auszuloten sind spezielle Analysemethoden unabdingbar. Die Applikation einer, auf radioaktiven Tracerisotopen basierenden, kontinuierlichen Verschleißmessung an einem Floating Liner Motor eignet sich dabei besonders um Werkstoffe, Oberflächenstrukturierungen und Schmierstoffformulierungen vom Modellversuch in Richtung realer Anwendung zu bringen. Die Kombination aus hochaufgelöster Messung und einem anwendungsnahen, gefeuerten Motorbetrieb dient darüber hinaus zur Parametrierung und Validierung von Simulationsmodellen, da insbesondere Reibungs- und Verschleißmodelle häufig auf empirischen Parametern basieren.Das durchgeführte Untersuchungsprogramm bezieht sich auf PKW-Anwendungen. Analyseschwerpunkt waren unterschiedliche Betriebszustände im Kennfeld und Ölviskositäten. Es konnte dabei der ausgeprägte Einfluss der Ölviskosität auf den Verschleiß, sowie deutliche Reibungsunterschiede mit dem kombinierten Reibungs- Verschleißmessverfahren nachgewiesen werden. Mit dieser neuen Methode können in zukünftigen Entwicklungsprojekten schon frühzeitig reibungsoptimierte Lösungen hinsichtlich des Risikos auf unzulässige Verschleißraten evaluiert werden.

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