IN-SITU-MESSUNG INNERHALB EINER AUßENWAND IN HOLZ-MASSIVBAUEISE MIT BRETTSPERRHOLZ IM SOCKELNAHEN BEREICH

Research output: Contribution to journalArticle

Abstract

Der Feuchteschutz ist bei Konstruktionen aus Holz essentiell um langfristige Schäden ausschließen zu können. Grundsätzlich hat die oder der Planende zwei Möglichkeiten um Feuchteschäden zu verhindern. Zum einen ist das die bauphysikalische Strategie, bei der durch sinnvolle Wahl der Schichtenfolge, der Schichtdicken und der Materialien Bauteile so dimensioniert werden, dass die Wassergehalte in den maß-geblichen Schichten dauerhaft unterhalb einer zulässigen Grenze bleiben. Das Risiko solcher Feuchteein-träge wird typischerweise durch Berechnungen bzw. Simulationen durchgeführt. Zum anderen der kon-struktive Holzschutz der darauf abzielt, Feuchteeinflüsse durch bauliche Maßnahmen auszuschalten und verlässt sich dabei auf bewährte Detaillösungen. Die zunehmende Vielfalt an Detaillösungen und die wech-selnden Anforderungen erschweren eine optimale Lösungsfindung, sei es im Bereich der Einfamilienhäuser oder im öffentlichen mehrgeschossigen Wohn- und Gewerbebau. Komfortwünsche seitens der Nutzer oder barrierefreies Bauen verlangen einen Niveauausgleich zwischen innerem Bodenbelag und äußerem Ein-gangsbereich. Daraus folgt, dass sich die eingebaute Fußschwelle der Außenwand nicht nur unter dem empfohlenen Maß, sondern auch unter dem Erdniveau befindet. Der vorliegende Beitrag untersucht an-hand einer zweijährigen In-Situ-Messung die Holzfeuchtegehalte innerhalb einer Außenwand in Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz im sockelnahen Bereich. Die Messsensoren wurden in den Einzel-schichten sowie drei unterschiedlichen Höhen angeordnet. Die Ergebnisse zeigen vor allem an der kri-tischsten Messreihe eine erhöhte Holzausgleichsfeuchte.
Original languageGerman
JournalBauphysik
Volume2020
Issue number5
Publication statusPublished - Oct 2020

Cite this