IEA Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC) Annex 57: Evaluierung der konstruktionsspezifischen CO2-Emissionen und der grauen Energie

Alexander Passer, Helmuth Kreiner, Martin Röck, Marco Scherz, Gernot Fischer, Beate Lubitz Prohaska

Research output: Book/ReportCommissioned reportResearchpeer-review

Abstract

Ausgangssituation/Motivation
Die Frage der Verfügbarkeit von stofflichen und energetischen Ressourcen beschäftigt die Menschheit seit jeher. Deren Verbrauch war aber lange Zeit fast ausschließlich auf erneuerbare, nicht fossile Ressourcen, beschränkt. Aktuelle Entwicklungen - beispielsweise die Überschreitung der 400ppm Grenze der CO2-Äq. in der Atmosphäre im Jahr 2015 - verdeutlichen die Dringlichkeit Maßnahmen in Richtung einer dekarbonatisierten, kreislauffähigen Wirtschaft zu verstärken, um den Temperaturanstieg auf unter 1,5◦C zu begrenzen. Dem Bausektor kommt hier aufgrund seiner Bedeutung eine Schlüsselrolle zu. Die aktuelle Entwicklung zur Verbesserung der Gesamtnachhaltigkeit von Gebäuden erfordert aber auch die explizite Einbindung der Aspekte der Grauen Energie und der Grauen Treibhausgasemissionen in die Beurteilung der Umweltleistung von Gebäuden, da Fragestellungen zur Energieeinsparung in der Nutzungsphase bereits als weitgehend gelöst und reglementiert erscheinen. Die steigende Nachfrage an transparenten und nachvollziehbaren Berichten und Umweltinformationen zu Bauprodukten verstärkt den Handlungsbedarf. Mit besseren Bewertungsmethoden soll es Kunden, öffentlichen Beschaffern und Planern möglich gemacht werden die Nachhaltigkeit von Gebäuden zu verbessern.
Inhalte und Zielsetzungen
Deshalb hat die Internationale Energie Agentur (IEA) im Jahr 2012 den IEA EBC Annex 57 ins Leben gerufen, der das Ziel verfolgt internationale Standards und Methoden zur Bewertung Grauer (konstruktionsspezifischer) Treibhausgasemissionen (Emissionen an CO2-Äq.) und Grauer Energie (Primärenergie) zu evaluieren. Ziel war, das Zusammenfassen existierender Forschungsergebnisse, das Entwickeln von Richtlinien zu Methoden der Evaluierung und von Richtlinien für Maßnahmen zur Planung und Konstruktion von Bauwerken mit weniger Grauer Energie und Grauer Treibhausgasemissionen.
Methodische Vorgehensweise
Zur Erreichung der Ziele wurde das Projekt in fünf Teile gliedert: Grundlagen, Akteure und Konzepten; einer umfassenden Literaturstudie; Evaluierungsmethoden Grauer Energie und Treibhausgasemissionen; Planungs- und Konstruktionsmethoden für Gebäude mit verringerter Grauer Energie und Treibhausgasemissionen sowie Vernetzungs- und Verbreitungsmaßnahmen.
Ergebnisse
Durch die internationalen Experten wurden die doch sehr unterschiedlichen internationalen Methoden und Herangehensweisen analysiert, sowie Grundlagen für die Harmonisierung der Bewertungsmethodik festgehalten. Es wurden umgesetzte, beispielhafte Bauprojekte in Hinblick auf besonders zielführende Ansätze zur Reduktion der bauprodukt- und konstruktionsspezifischen Umweltwirkungen sowie der Grauen Energie analysiert und deren Übertragbarkeit für andere Länder diskutiert und Vorschläge für auf Graue Energie bzw. Treibhausgasemissionen optimierte Bauweisen in Form von Leitfäden für die verschiedene Akteursgruppen (Bauprodukte-Hersteller, Entwurfs- und Planungsbeteiligte, Pädagogen und Politik) erarbeitet.
Speziell für die Hersteller von Bauprodukten wurde auch ein Leitfaden entwickelt, der eine Hilfestellung und Arbeitserleichterung für die Erstellung von Umweltproduktinformationen und - deklarationen darstellen soll. Denn gerade für KMU´s ist es aufgrund eingeschränkter Ressourcen und eingeschränktem Informationszugriff meist schwieriger, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zu steigern, obwohl diese zumeist eine hohe Motivation und Arbeitsbereitschaft zeigen und die gesteigerte Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen bereit sind.
Original languageGerman
Place of PublicationWien
PublisherBundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Commissioning bodyBundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Number of pages83
Publication statusPublished - 2018

Publication series

NameBerichte aus Energie - und Umweltforschung
PublisherNachhaltig Wirtschaften
Volume13

Keywords

    ASJC Scopus subject areas

    • Renewable Energy, Sustainability and the Environment

    Fields of Expertise

    • Sustainable Systems

    Cite this

    Passer, A., Kreiner, H., Röck, M., Scherz, M., Fischer, G., & Lubitz Prohaska, B. (2018). IEA Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC) Annex 57: Evaluierung der konstruktionsspezifischen CO2-Emissionen und der grauen Energie. (Berichte aus Energie - und Umweltforschung ; Vol. 13). Wien: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie .

    IEA Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC) Annex 57 : Evaluierung der konstruktionsspezifischen CO2-Emissionen und der grauen Energie. / Passer, Alexander; Kreiner, Helmuth; Röck, Martin; Scherz, Marco; Fischer, Gernot; Lubitz Prohaska, Beate.

    Wien : Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie , 2018. 83 p. (Berichte aus Energie - und Umweltforschung ; Vol. 13).

    Research output: Book/ReportCommissioned reportResearchpeer-review

    Passer, A, Kreiner, H, Röck, M, Scherz, M, Fischer, G & Lubitz Prohaska, B 2018, IEA Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC) Annex 57: Evaluierung der konstruktionsspezifischen CO2-Emissionen und der grauen Energie. Berichte aus Energie - und Umweltforschung , vol. 13, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie , Wien.
    Passer A, Kreiner H, Röck M, Scherz M, Fischer G, Lubitz Prohaska B. IEA Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC) Annex 57: Evaluierung der konstruktionsspezifischen CO2-Emissionen und der grauen Energie. Wien: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie , 2018. 83 p. (Berichte aus Energie - und Umweltforschung ).
    Passer, Alexander ; Kreiner, Helmuth ; Röck, Martin ; Scherz, Marco ; Fischer, Gernot ; Lubitz Prohaska, Beate. / IEA Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC) Annex 57 : Evaluierung der konstruktionsspezifischen CO2-Emissionen und der grauen Energie. Wien : Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie , 2018. 83 p. (Berichte aus Energie - und Umweltforschung ).
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    TY - BOOK

    T1 - IEA Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC) Annex 57

    T2 - Evaluierung der konstruktionsspezifischen CO2-Emissionen und der grauen Energie

    AU - Passer, Alexander

    AU - Kreiner, Helmuth

    AU - Röck, Martin

    AU - Scherz, Marco

    AU - Fischer, Gernot

    AU - Lubitz Prohaska, Beate

    PY - 2018

    Y1 - 2018

    N2 - Ausgangssituation/Motivation Die Frage der Verfügbarkeit von stofflichen und energetischen Ressourcen beschäftigt die Menschheit seit jeher. Deren Verbrauch war aber lange Zeit fast ausschließlich auf erneuerbare, nicht fossile Ressourcen, beschränkt. Aktuelle Entwicklungen - beispielsweise die Überschreitung der 400ppm Grenze der CO2-Äq. in der Atmosphäre im Jahr 2015 - verdeutlichen die Dringlichkeit Maßnahmen in Richtung einer dekarbonatisierten, kreislauffähigen Wirtschaft zu verstärken, um den Temperaturanstieg auf unter 1,5◦C zu begrenzen. Dem Bausektor kommt hier aufgrund seiner Bedeutung eine Schlüsselrolle zu. Die aktuelle Entwicklung zur Verbesserung der Gesamtnachhaltigkeit von Gebäuden erfordert aber auch die explizite Einbindung der Aspekte der Grauen Energie und der Grauen Treibhausgasemissionen in die Beurteilung der Umweltleistung von Gebäuden, da Fragestellungen zur Energieeinsparung in der Nutzungsphase bereits als weitgehend gelöst und reglementiert erscheinen. Die steigende Nachfrage an transparenten und nachvollziehbaren Berichten und Umweltinformationen zu Bauprodukten verstärkt den Handlungsbedarf. Mit besseren Bewertungsmethoden soll es Kunden, öffentlichen Beschaffern und Planern möglich gemacht werden die Nachhaltigkeit von Gebäuden zu verbessern. Inhalte und Zielsetzungen Deshalb hat die Internationale Energie Agentur (IEA) im Jahr 2012 den IEA EBC Annex 57 ins Leben gerufen, der das Ziel verfolgt internationale Standards und Methoden zur Bewertung Grauer (konstruktionsspezifischer) Treibhausgasemissionen (Emissionen an CO2-Äq.) und Grauer Energie (Primärenergie) zu evaluieren. Ziel war, das Zusammenfassen existierender Forschungsergebnisse, das Entwickeln von Richtlinien zu Methoden der Evaluierung und von Richtlinien für Maßnahmen zur Planung und Konstruktion von Bauwerken mit weniger Grauer Energie und Grauer Treibhausgasemissionen. Methodische Vorgehensweise Zur Erreichung der Ziele wurde das Projekt in fünf Teile gliedert: Grundlagen, Akteure und Konzepten; einer umfassenden Literaturstudie; Evaluierungsmethoden Grauer Energie und Treibhausgasemissionen; Planungs- und Konstruktionsmethoden für Gebäude mit verringerter Grauer Energie und Treibhausgasemissionen sowie Vernetzungs- und Verbreitungsmaßnahmen. Ergebnisse Durch die internationalen Experten wurden die doch sehr unterschiedlichen internationalen Methoden und Herangehensweisen analysiert, sowie Grundlagen für die Harmonisierung der Bewertungsmethodik festgehalten. Es wurden umgesetzte, beispielhafte Bauprojekte in Hinblick auf besonders zielführende Ansätze zur Reduktion der bauprodukt- und konstruktionsspezifischen Umweltwirkungen sowie der Grauen Energie analysiert und deren Übertragbarkeit für andere Länder diskutiert und Vorschläge für auf Graue Energie bzw. Treibhausgasemissionen optimierte Bauweisen in Form von Leitfäden für die verschiedene Akteursgruppen (Bauprodukte-Hersteller, Entwurfs- und Planungsbeteiligte, Pädagogen und Politik) erarbeitet. Speziell für die Hersteller von Bauprodukten wurde auch ein Leitfaden entwickelt, der eine Hilfestellung und Arbeitserleichterung für die Erstellung von Umweltproduktinformationen und - deklarationen darstellen soll. Denn gerade für KMU´s ist es aufgrund eingeschränkter Ressourcen und eingeschränktem Informationszugriff meist schwieriger, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zu steigern, obwohl diese zumeist eine hohe Motivation und Arbeitsbereitschaft zeigen und die gesteigerte Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen bereit sind.

    AB - Ausgangssituation/Motivation Die Frage der Verfügbarkeit von stofflichen und energetischen Ressourcen beschäftigt die Menschheit seit jeher. Deren Verbrauch war aber lange Zeit fast ausschließlich auf erneuerbare, nicht fossile Ressourcen, beschränkt. Aktuelle Entwicklungen - beispielsweise die Überschreitung der 400ppm Grenze der CO2-Äq. in der Atmosphäre im Jahr 2015 - verdeutlichen die Dringlichkeit Maßnahmen in Richtung einer dekarbonatisierten, kreislauffähigen Wirtschaft zu verstärken, um den Temperaturanstieg auf unter 1,5◦C zu begrenzen. Dem Bausektor kommt hier aufgrund seiner Bedeutung eine Schlüsselrolle zu. Die aktuelle Entwicklung zur Verbesserung der Gesamtnachhaltigkeit von Gebäuden erfordert aber auch die explizite Einbindung der Aspekte der Grauen Energie und der Grauen Treibhausgasemissionen in die Beurteilung der Umweltleistung von Gebäuden, da Fragestellungen zur Energieeinsparung in der Nutzungsphase bereits als weitgehend gelöst und reglementiert erscheinen. Die steigende Nachfrage an transparenten und nachvollziehbaren Berichten und Umweltinformationen zu Bauprodukten verstärkt den Handlungsbedarf. Mit besseren Bewertungsmethoden soll es Kunden, öffentlichen Beschaffern und Planern möglich gemacht werden die Nachhaltigkeit von Gebäuden zu verbessern. Inhalte und Zielsetzungen Deshalb hat die Internationale Energie Agentur (IEA) im Jahr 2012 den IEA EBC Annex 57 ins Leben gerufen, der das Ziel verfolgt internationale Standards und Methoden zur Bewertung Grauer (konstruktionsspezifischer) Treibhausgasemissionen (Emissionen an CO2-Äq.) und Grauer Energie (Primärenergie) zu evaluieren. Ziel war, das Zusammenfassen existierender Forschungsergebnisse, das Entwickeln von Richtlinien zu Methoden der Evaluierung und von Richtlinien für Maßnahmen zur Planung und Konstruktion von Bauwerken mit weniger Grauer Energie und Grauer Treibhausgasemissionen. Methodische Vorgehensweise Zur Erreichung der Ziele wurde das Projekt in fünf Teile gliedert: Grundlagen, Akteure und Konzepten; einer umfassenden Literaturstudie; Evaluierungsmethoden Grauer Energie und Treibhausgasemissionen; Planungs- und Konstruktionsmethoden für Gebäude mit verringerter Grauer Energie und Treibhausgasemissionen sowie Vernetzungs- und Verbreitungsmaßnahmen. Ergebnisse Durch die internationalen Experten wurden die doch sehr unterschiedlichen internationalen Methoden und Herangehensweisen analysiert, sowie Grundlagen für die Harmonisierung der Bewertungsmethodik festgehalten. Es wurden umgesetzte, beispielhafte Bauprojekte in Hinblick auf besonders zielführende Ansätze zur Reduktion der bauprodukt- und konstruktionsspezifischen Umweltwirkungen sowie der Grauen Energie analysiert und deren Übertragbarkeit für andere Länder diskutiert und Vorschläge für auf Graue Energie bzw. Treibhausgasemissionen optimierte Bauweisen in Form von Leitfäden für die verschiedene Akteursgruppen (Bauprodukte-Hersteller, Entwurfs- und Planungsbeteiligte, Pädagogen und Politik) erarbeitet. Speziell für die Hersteller von Bauprodukten wurde auch ein Leitfaden entwickelt, der eine Hilfestellung und Arbeitserleichterung für die Erstellung von Umweltproduktinformationen und - deklarationen darstellen soll. Denn gerade für KMU´s ist es aufgrund eingeschränkter Ressourcen und eingeschränktem Informationszugriff meist schwieriger, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zu steigern, obwohl diese zumeist eine hohe Motivation und Arbeitsbereitschaft zeigen und die gesteigerte Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen bereit sind.

    KW - Sustainable Buildings

    KW - Sustainable construction

    KW - Energy efficiency

    M3 - Bericht für Auftraggeber

    T3 - Berichte aus Energie - und Umweltforschung

    BT - IEA Energie in Gebäuden und Kommunen (EBC) Annex 57

    PB - Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

    CY - Wien

    ER -