Die Gebäudetechnik im österreichischen Bauprozess: Eine Studie über Herausforderungen in komplexen Hochbauprojekten aus Sicht unterschiedlicher Stakeholder am Bau

Research output: Book/ReportOther reportResearch

Abstract

Gebäudetechnische Systeme sind integrale Bestandteile moderner Gebäude. Die adäquate Konzeption, Planung und Ausführung gebäudetechnischer Anlagen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Projektabwicklung. Erfahrungen zeigen, dass die praktische Umsetzung dieses Aspekts aufgrund der steigenden Komplexität gebäudetechnischer Systeme oft eine Herausforderung für die beteiligten Projektakteure darstellt, vor allem bei Großprojekten. Es stellt sich somit die Frage, ob gebäudetechnische Gewerke in komplexen Hochbauprojekten eine im Vergleich zu anderen Gewerken besondere Sensibilität in Bezug auf Konfliktpotentiale und Bauablaufstörungen aufweisen und sie daher in besonderer Weise erfolgskritisch für solche Bauprojekte sind. In weiterer Folge stellt sich die Frage, ob bei den relevanten Entscheidungsträgern und Projektbeteiligten ein gemeinsames Verständnis bezüglich dieser Thematik besteht und ob Bedarf gesehen wird, derzeitige Herangehensweisen in Projekten in Bezug auf den technischen Ausbau zu ändern. Die Untersuchung dieser Fragen ist der zentrale Inhalt dieser Studie. Dazu wurde eine Umfrage auf Basis eines standardisierten Fragebogens unter österreichischen Akteuren mit Projekterfahrung in großen Hochbauprojekten durchgeführt. An dieser Befragung beteiligten sich 515 Expertinnen und Experten, wobei 365 den Fragebogen vollständig beantworteten. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass eine adäquate Projektintegration der Gebäudetechnik von den Befragten als erfolgskritischer Faktor in komplexen Hochbauprojekten gesehen wird und dass eine nicht adäquate Berücksichtigung im Bauprojekt ein erhebliches Risiko für Konflikte und Bauablaufstörungen darstellt. Identifizierte Ursachen für Bauablaufstörungen in Zusammenhang mit Gebäudetechnik in komplexen Hochbauprojekten können primär den Bereichen „Planung“, „Koordination“, „Entscheidungen“ sowie „Qualität von Unternehmen“ zugeordnet werden. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass die Befragten in Bezug auf die Gebäudetechnik Änderungsbedarf bei derzeitigen Praktiken bzw. Projektabläufen in der Baubranche sehen. Auf Basis der Umfrageergebnisse können unter anderem die Bereiche „Bewusstseinsbildung bei Entscheidungsträgern und Projektverantwortlichen“, „Stärkung der Gebäudetechnik-Planung im Bauprojekt“ sowie „Ausbildung und Wissenstransfer“ als initiale Handlungsfelder identifiziert werden.
Original languageGerman
Place of PublicationGraz
PublisherVerlag der Technischen Universität Graz
Number of pages144
ISBN (Electronic)978-3-85125-605-5
ISBN (Print)978-3-85125-604-8
DOIs
Publication statusPublished - May 2018

Publication series

NameForschungsreihe iBBW
Volume2

Fields of Expertise

  • Sustainable Systems

Cite this

Die Gebäudetechnik im österreichischen Bauprozess : Eine Studie über Herausforderungen in komplexen Hochbauprojekten aus Sicht unterschiedlicher Stakeholder am Bau. / Monsberger, Michael; Fruhwirth, Michael.

Graz : Verlag der Technischen Universität Graz, 2018. 144 p. (Forschungsreihe iBBW; Vol. 2).

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language = "deutsch",
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TY - BOOK

T1 - Die Gebäudetechnik im österreichischen Bauprozess

T2 - Eine Studie über Herausforderungen in komplexen Hochbauprojekten aus Sicht unterschiedlicher Stakeholder am Bau

AU - Monsberger, Michael

AU - Fruhwirth, Michael

PY - 2018/5

Y1 - 2018/5

N2 - Gebäudetechnische Systeme sind integrale Bestandteile moderner Gebäude. Die adäquate Konzeption, Planung und Ausführung gebäudetechnischer Anlagen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Projektabwicklung. Erfahrungen zeigen, dass die praktische Umsetzung dieses Aspekts aufgrund der steigenden Komplexität gebäudetechnischer Systeme oft eine Herausforderung für die beteiligten Projektakteure darstellt, vor allem bei Großprojekten. Es stellt sich somit die Frage, ob gebäudetechnische Gewerke in komplexen Hochbauprojekten eine im Vergleich zu anderen Gewerken besondere Sensibilität in Bezug auf Konfliktpotentiale und Bauablaufstörungen aufweisen und sie daher in besonderer Weise erfolgskritisch für solche Bauprojekte sind. In weiterer Folge stellt sich die Frage, ob bei den relevanten Entscheidungsträgern und Projektbeteiligten ein gemeinsames Verständnis bezüglich dieser Thematik besteht und ob Bedarf gesehen wird, derzeitige Herangehensweisen in Projekten in Bezug auf den technischen Ausbau zu ändern. Die Untersuchung dieser Fragen ist der zentrale Inhalt dieser Studie. Dazu wurde eine Umfrage auf Basis eines standardisierten Fragebogens unter österreichischen Akteuren mit Projekterfahrung in großen Hochbauprojekten durchgeführt. An dieser Befragung beteiligten sich 515 Expertinnen und Experten, wobei 365 den Fragebogen vollständig beantworteten. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass eine adäquate Projektintegration der Gebäudetechnik von den Befragten als erfolgskritischer Faktor in komplexen Hochbauprojekten gesehen wird und dass eine nicht adäquate Berücksichtigung im Bauprojekt ein erhebliches Risiko für Konflikte und Bauablaufstörungen darstellt. Identifizierte Ursachen für Bauablaufstörungen in Zusammenhang mit Gebäudetechnik in komplexen Hochbauprojekten können primär den Bereichen „Planung“, „Koordination“, „Entscheidungen“ sowie „Qualität von Unternehmen“ zugeordnet werden. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass die Befragten in Bezug auf die Gebäudetechnik Änderungsbedarf bei derzeitigen Praktiken bzw. Projektabläufen in der Baubranche sehen. Auf Basis der Umfrageergebnisse können unter anderem die Bereiche „Bewusstseinsbildung bei Entscheidungsträgern und Projektverantwortlichen“, „Stärkung der Gebäudetechnik-Planung im Bauprojekt“ sowie „Ausbildung und Wissenstransfer“ als initiale Handlungsfelder identifiziert werden.

AB - Gebäudetechnische Systeme sind integrale Bestandteile moderner Gebäude. Die adäquate Konzeption, Planung und Ausführung gebäudetechnischer Anlagen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Projektabwicklung. Erfahrungen zeigen, dass die praktische Umsetzung dieses Aspekts aufgrund der steigenden Komplexität gebäudetechnischer Systeme oft eine Herausforderung für die beteiligten Projektakteure darstellt, vor allem bei Großprojekten. Es stellt sich somit die Frage, ob gebäudetechnische Gewerke in komplexen Hochbauprojekten eine im Vergleich zu anderen Gewerken besondere Sensibilität in Bezug auf Konfliktpotentiale und Bauablaufstörungen aufweisen und sie daher in besonderer Weise erfolgskritisch für solche Bauprojekte sind. In weiterer Folge stellt sich die Frage, ob bei den relevanten Entscheidungsträgern und Projektbeteiligten ein gemeinsames Verständnis bezüglich dieser Thematik besteht und ob Bedarf gesehen wird, derzeitige Herangehensweisen in Projekten in Bezug auf den technischen Ausbau zu ändern. Die Untersuchung dieser Fragen ist der zentrale Inhalt dieser Studie. Dazu wurde eine Umfrage auf Basis eines standardisierten Fragebogens unter österreichischen Akteuren mit Projekterfahrung in großen Hochbauprojekten durchgeführt. An dieser Befragung beteiligten sich 515 Expertinnen und Experten, wobei 365 den Fragebogen vollständig beantworteten. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass eine adäquate Projektintegration der Gebäudetechnik von den Befragten als erfolgskritischer Faktor in komplexen Hochbauprojekten gesehen wird und dass eine nicht adäquate Berücksichtigung im Bauprojekt ein erhebliches Risiko für Konflikte und Bauablaufstörungen darstellt. Identifizierte Ursachen für Bauablaufstörungen in Zusammenhang mit Gebäudetechnik in komplexen Hochbauprojekten können primär den Bereichen „Planung“, „Koordination“, „Entscheidungen“ sowie „Qualität von Unternehmen“ zugeordnet werden. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass die Befragten in Bezug auf die Gebäudetechnik Änderungsbedarf bei derzeitigen Praktiken bzw. Projektabläufen in der Baubranche sehen. Auf Basis der Umfrageergebnisse können unter anderem die Bereiche „Bewusstseinsbildung bei Entscheidungsträgern und Projektverantwortlichen“, „Stärkung der Gebäudetechnik-Planung im Bauprojekt“ sowie „Ausbildung und Wissenstransfer“ als initiale Handlungsfelder identifiziert werden.

U2 - 10.3217/978-3-85125-604-8

DO - 10.3217/978-3-85125-604-8

M3 - Sonstiger Bericht

SN - 978-3-85125-604-8

T3 - Forschungsreihe iBBW

BT - Die Gebäudetechnik im österreichischen Bauprozess

PB - Verlag der Technischen Universität Graz

CY - Graz

ER -