Development of Furniture for Industrial Production

Project: Research project

Description

Möbelentwürfe von ArchitektInnen, auf Bauherrnwunsch entwickelt, entfernen sich im doppelten Sinne von ihrer ursprünglichen Begrifflichkeit. Ein speziell entwickeltes Möbel ist oft genug kein "bewegliches Gut" mehr: Nicht nur, weil es sich dabei vielleicht - paradoxerweise - um ein "Einbaumöbel" handelt, das nur mehr in pekuniärer Hinsicht abgelöst werden kann, sondern, weil die einzelnen Objekte immer spezifischer in ihrer Funktion für einen bestimmten Nutzer determiniert werden.
Sie läßt sich in sehr sensibler Weise auf die funktionellen Wünsche ihrer Auftraggeber ein, dementsprechend hat für sie die Gebrauchsfähigkeit eines Einrichtungsgegenstandes absolute Priorität. Dieser konzeptionell funktionalistische Ansatz, den Irmgard Frank mit "analytischer Neugier" umschreibt, geht mit der entwerferischen Intention einher, durch die Beschaffenheit von Form und Material gleichzeitig ein explizites Objekt für die Sinne zu schaffen. Das Möbel soll als Abbild des jeweiligen kulturellen Kontexts gespürt werden können, es soll eben auch über eine "sinnliche Funktionalität" (Frank) verfügen.(...) Für Irmgard Frank basiert die Entwicklung "neuen" Mobiliars auf der kritischen Auseinandersetzung mit gewohnten kulturellen Gegebenheiten. Erst das Hinterfragen derselben auf zeitgemäße Relevanz und das Erkennen potentiell veralteter Details in Material und Funktion schaffen jenen interpretativen Freiraum, in dem etwas neu bzw. von neuem gestaltet werden kann.
StatusActive
Effective start/end date1/09/99 → …