Studierendenwettbewerb "University 2068"

Cody, B. (Chair), Tepavcevic, A. (Organiser), Wermke, C. (Organiser), Sasa Sever (Organiser), Vesa Bunjaku (Organiser), Damm, D. (Organiser), Eberl, A. (Organiser)

Activity: Participation in or organisation ofCompetition (Participation in/Organisation of)

Description

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit ARE (Austrian Real Estate) im akademischen Jahr 2016/17 zum Thema “Inhabitable Skins”, gab es Sommersemester 2018 eine Kollaboration mit der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft), mit dem Fokus auf zukunftsorientierte Lösungen für Universitätsgebäude. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden demografischen, technologischen und sozialen Veränderungen in der Gesellschaft, stand die Frage im Vordergrund, wie wir heute Universitätsgebäude planen müssen, damit sie auch in 50 Jahren noch den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind. Die Zusammenarbeit erfolgte in Form eines Studierendenwettbewerbs, der mit großzügigen Preisgeldern von der BIG gesponsert wurde. Ziel war eine gegenseitige Inspiration zwischen Lehre, Forschung und Praxis.

Wichtige Aspekte, die zu berücksichtigen waren:
- Höhere Gebäudeenergieeffizienz: gemäß EU-Richtlinie EPBD sollen alle Gebäude ab 2020 als “nZEB”- nearly zero energy building (Nullenergiegebäude) erbaut werden
- Steigende Temperaturen und Wetterextreme (Wärmeinseleffekt, globale Erderwärmung)
- Steigende Anforderungen an Gebäude unter Berücksichtigung der Flexibilität und Adaptabilität für zukünftige Änderungen
- Steigende Anerkennung der Bedeutung von Zwischenräumen, um die informelle Kommunikation zwischen der Fakultät, den Forschern, den Verwaltungsmitarbeitern sowie Studierenden zu fördern

Das übergreifende Ziel war die Entwicklung von Konzepten und Projekten für ein vielfältiges Spektrum an Universitätstypologien und Nutzungen für verschiedene Städte in Österreich, welche die Nutzung wertvoller Ressourcen minimieren soll bei gleichzeitiger Optimierung der mikroklimatischen Innenraumbedingungen.

Die Studierenden waren aufgefordert, außergewöhnliche, über die konventionellen Herangehensweisen hinausgehende Ansätze zu formulieren sowie eigene Erfahrungen mit einzubringen mit der Intention die “Universität neu zu erfinden”. Neben Räumen für Lehre, Lernen und Forschung, waren vor allem Räume für Kommunikation ein Hauptmerkmal für erfolgreiche Universitätsgebäude respektive Campusse, d.h. Räume für verschiedene Ebenen der Kommunikation: formal – informal, strukturiert – nicht strukturiert.

Ein zentrales Thema waren auch die Außenräume zwischen den Gebäuden, da diese besonders wichtig für die informelle, unstrukturierte Kommunikation und positive soziale Interaktionen sind. Abhängig von Klima und Entwurfsansatz, konnten diese auch geschlossenen Räume sein und somit “städtische Innenräume” schaffen. Die Hauptaufgabe bestand darin, die wesentlichen Entwurfsthemen Bildung, Kommunikation und Energie zu verbinden.
Weiters sollte die Wichtigkeit der Kommunikation von Design selbst herausgestellt werden: die Kommunikation von Ideen und Konzepten ist ein oft unterschätztes Element, das sehr wichtig für den Erfolg von Entwurfskonzepten ist.

„A good idea, poorly communicated, will often remain just that; an idea.“ - Brian Cody “Form follows Energy”, Birkhäuser, 2017
Period2 Oct 2017 - 28 Jun 2018
Event typeOther
LocationGraz, Austria

Keywords

  • Renewable Energy, Sustainability and the Environment
  • Architecture
  • Sustainable Systems