Modellbasierte urbane Überflutungsvorsorge

Stefan Reinstaller*, Dirk Muschalla

*Korrespondierende/r Autor/in für diese Arbeit

Publikation: Beitrag in einer FachzeitschriftArtikel

Abstract

Jährlich verursachen zahlreiche konvektive Starkniederschlagsereignisse enorme Schäden und Kosten in den österreichischen Kommunen. Aufgrund ihrer komplexen räumlichen Strukturen und des von der Urbanisierung hervorgerufenen steigenden Versiegelungsgrads ist das Risiko einer Überflutung in urbanen Einzugsgebieten besonders hoch. Daher bedarf es Methoden und Werkzeuge, um mit dem steigenden Überflutungsrisiko in urbanen Einzugsgebieten umgehen zu können. Die Ausweisung von Überflutungsflächen innerhalb eines Einzugsgebiets gilt dabei als wesentliche Grundlage für die Ableitung geeigneter Maßnahmen zur Reduktion des Überflutungsrisikos. Integrierte 1D-2D-Modelle, welche die hydrologische Abflussbildung einerseits sowie den Oberflächenabfluss und den Kanalabfluss hydrodynamisch andererseits berücksichtigen, sind ein zuverlässiges Werkzeug, um die benötigten Zielgrößen – Wasserstand und Fließgeschwindigkeit – zur Ermittlung dieser Überflutungsflächen bestimmen und im Anschluss daran eine Risikoanalyse durchführen zu können. Das Ergebnis sind Überflutungsrisikokarten, die eine wertvolle Planungsgrundlage für die Kommunen darstellen. Die in diesem Beitrag vorgestellte Methodik beschreibt ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen, wie Risikokarten in urbanen Einzugsgebieten von Planungsbüros und Kommunen erstellt werden können. Die Methodik ist gegliedert in eine Voruntersuchung zur Identifizierung der neuralgisch wichtigen Stellen, eine Detailanalyse für den Aufbau des integrierten 1D-2D-Modells sowie eine Risikoanalyse zur Erstellung der Überflutungsrisikokarten.
Titel in ÜbersetzungModel-based urban flood prevention
Originalsprachedeutsch
Seiten (von - bis)92-101
FachzeitschriftÖsterreichische Wasser- und Abfallwirtschaft
Jahrgang73
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - Apr 2021

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