Leiternfreie Baustelle: Entscheidungsgrundlage für die Wahl der Aufstiegsmethode im Hochbau

Cornelia Ninaus, Dieter Schlagbauer

Publikation: Beitrag in einer FachzeitschriftArtikel

Abstract

Eine Baustelle von oben wirkt wie ein aufgewirbelter Ameisenhaufen – scheinbar unübersichtlich und doch sind die Aufgaben und Wege klar definiert. Grundlegend dafür, und oftmals zu wenig beachtet für die erfolgreiche Umsetzung eines Bauvorhabens ist eine gute Baustellenlogistik. Für den Transport auf Baustellen sind neben den Hebezeugen vor allem die vertikalen Transport- und Verkehrswege der einzelnen Bauarbeiter auf Baustellen wesentlich.
Zur Anwendung gelangen hier Treppentürme, im Gerüst integrierte Aufstiegshilfen und Leitern, wobei diese auf österreichischen Baustellen am häufigsten eingesetzt scheinen. Dies wird oftmals mit den vergleichsweise hohen Anschaffungskosten bei Treppentürmen und in das Gerüst integrierte Aufstiegshilfen begründet. Hierbei wird jedoch nicht berücksichtigt, dass die Anschaffungskosten nur einen kleinen Teil der wirtschaftlichen Faktoren eines Arbeitsmittels ausmachen und es viele weitere zu berücksichtigende Punkte gibt.
Um das Kostenargument näher zu beleuchten wurde Anfang 2013 das Forschungsprojekt „Leiternfreie Baustelle“ durch die Technische Universität Graz, die Firma Peri und die AUVA ins Leben gerufen. In diesem Projekt wurden empirische Untersuchungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen kombiniert und ein differenzierter Wirtschaftlichkeitsvergleich von Anlegeleitern, Teppentürmen und in das Gerüst integrierte Aufstiegshilfen (siehe Tabelle 1) durchgeführt. Im Zuge des Projektes wurden erstmals sowohl Sicherheit, Kosten, Zeit, Belastung und Beanspruchung sowie Einsatzhäufigkeiten der Aufstiegshilfen für die Vergleichende Bewertung als Entscheidungsfaktoren herangezogen.
Originalsprachedeutsch
Seiten (von - bis)53-57
Seitenumfang5
FachzeitschriftBauPortal
JahrgangHeft 3
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1 Apr 2016

Schlagwörter

  • Leiternfrei
  • Aufstiegshilfen

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