Grundwasser in Seen – eine komplexe Spurensuche

Thomas Wolf, Ronja Ebner, Till Harum, Albrecht Leis, Anna Noffke, Thomas Pflugbeil, Franziska Pöschke, Vera Winde, Ben Gilfedder, Catharina Keim, Antje Schwalb, Sandra Bödekker, Roland Schick, Michael Faißt, Ulrich Lang, Dominik Eckert, Martin Wessels, Stefan Mirbach

Publikation: Beitrag in einer FachzeitschriftArtikelForschungBegutachtung

Abstract

Das Verbundprojekt SeeZeichen befasst sich mit wesentlichen Eintragspfaden von Wasserinhaltsstoffen in den Bodensee. Dabei werden sehr unterschiedliche Messkonzepte, Messgeräte und numerische Modelle miteinander kombiniert, um eine möglichst umfassende Darstellung des Eintrags von Grundwasser in den Bodensee hinein zu erreichen. Auf der Grundlage eines einzugsgebietsbasierten, hydrogeologischen Modells wurde ein Grundwassermodell für den Bodenseeraum implementiert, das erstmalig zeitlich differenzierte und räumlich hochaufgelöste quantitative Abschätzungen der Grundwasserzutritte in den Bodensee berechnet. Mit einer MethodenToolbox zur Identifizierung und Quantifizierung von Grundwasser in Seen können Grundwasserexfiltrationen im Bodensee identifiziert und quantifiziert werden. Anhand einer multiparametrigen Wasserkörpersignatur können weitere Aussagen zu Grundwasserzutritten in den See gewonnen werden. Die gewonnenen Messwerte werden mit inversen Modellierungen mit einem räumlich hochaufgelösten, 3-dimensionalen hydrodynamischen Seemodell im hydrodynamischen Kontext interpretiert und plausibilisiert. Mit einem gekoppelten Grundwasser-See-Modell kann erstmals das Gesamtsystem hydrogeologischer Kontext/Grundwasser und See nahtlos als Modellsystem abgebildet werden. Messmethoden, Tools und Modelle werden auch im Ammersee und Steisslinger See eingesetzt und demonstrieren so die Übertragbarkeit auf andere Seen und in die generelle wasserwirtschaftliche Praxis.
Titel in ÜbersetzungGroundwater in lakes – a complex search for traces
Originalsprachedeutsch
Seiten (von - bis)242-261
Seitenumfang20
FachzeitschriftHydrologie & Wasserbewirtschaftung
Jahrgang63
Ausgabenummer5
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - Okt 2019

Fingerprint

groundwater
lake
inflow
water management
management practice
hydrodynamics
catchment
modeling

Schlagwörter

  • Grundwasser
  • Seen
  • Messmethoden
  • numerische Modelle
  • Isotope
  • Bodensee

Fields of Expertise

  • Sonstiges

Dies zitieren

Wolf, T., Ebner, R., Harum, T., Leis, A., Noffke, A., Pflugbeil, T., ... Mirbach, S. (2019). Grundwasser in Seen – eine komplexe Spurensuche. Hydrologie & Wasserbewirtschaftung, 63(5), 242-261. https://doi.org/10.5675/HyWa_2019.5_1

Grundwasser in Seen – eine komplexe Spurensuche. / Wolf, Thomas; Ebner, Ronja; Harum, Till; Leis, Albrecht; Noffke, Anna; Pflugbeil, Thomas; Pöschke, Franziska; Winde, Vera; Gilfedder, Ben; Keim, Catharina; Schwalb, Antje; Bödekker, Sandra; Schick, Roland; Faißt, Michael; Lang, Ulrich; Eckert, Dominik; Wessels, Martin; Mirbach, Stefan.

in: Hydrologie & Wasserbewirtschaftung, Jahrgang 63, Nr. 5, 10.2019, S. 242-261.

Publikation: Beitrag in einer FachzeitschriftArtikelForschungBegutachtung

Wolf, T, Ebner, R, Harum, T, Leis, A, Noffke, A, Pflugbeil, T, Pöschke, F, Winde, V, Gilfedder, B, Keim, C, Schwalb, A, Bödekker, S, Schick, R, Faißt, M, Lang, U, Eckert, D, Wessels, M & Mirbach, S 2019, 'Grundwasser in Seen – eine komplexe Spurensuche' Hydrologie & Wasserbewirtschaftung, Jg. 63, Nr. 5, S. 242-261. https://doi.org/10.5675/HyWa_2019.5_1
Wolf, Thomas ; Ebner, Ronja ; Harum, Till ; Leis, Albrecht ; Noffke, Anna ; Pflugbeil, Thomas ; Pöschke, Franziska ; Winde, Vera ; Gilfedder, Ben ; Keim, Catharina ; Schwalb, Antje ; Bödekker, Sandra ; Schick, Roland ; Faißt, Michael ; Lang, Ulrich ; Eckert, Dominik ; Wessels, Martin ; Mirbach, Stefan. / Grundwasser in Seen – eine komplexe Spurensuche. in: Hydrologie & Wasserbewirtschaftung. 2019 ; Jahrgang 63, Nr. 5. S. 242-261.
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TY - JOUR

T1 - Grundwasser in Seen – eine komplexe Spurensuche

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AU - Mirbach, Stefan

PY - 2019/10

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N2 - Das Verbundprojekt SeeZeichen befasst sich mit wesentlichen Eintragspfaden von Wasserinhaltsstoffen in den Bodensee. Dabei werden sehr unterschiedliche Messkonzepte, Messgeräte und numerische Modelle miteinander kombiniert, um eine möglichst umfassende Darstellung des Eintrags von Grundwasser in den Bodensee hinein zu erreichen. Auf der Grundlage eines einzugsgebietsbasierten, hydrogeologischen Modells wurde ein Grundwassermodell für den Bodenseeraum implementiert, das erstmalig zeitlich differenzierte und räumlich hochaufgelöste quantitative Abschätzungen der Grundwasserzutritte in den Bodensee berechnet. Mit einer MethodenToolbox zur Identifizierung und Quantifizierung von Grundwasser in Seen können Grundwasserexfiltrationen im Bodensee identifiziert und quantifiziert werden. Anhand einer multiparametrigen Wasserkörpersignatur können weitere Aussagen zu Grundwasserzutritten in den See gewonnen werden. Die gewonnenen Messwerte werden mit inversen Modellierungen mit einem räumlich hochaufgelösten, 3-dimensionalen hydrodynamischen Seemodell im hydrodynamischen Kontext interpretiert und plausibilisiert. Mit einem gekoppelten Grundwasser-See-Modell kann erstmals das Gesamtsystem hydrogeologischer Kontext/Grundwasser und See nahtlos als Modellsystem abgebildet werden. Messmethoden, Tools und Modelle werden auch im Ammersee und Steisslinger See eingesetzt und demonstrieren so die Übertragbarkeit auf andere Seen und in die generelle wasserwirtschaftliche Praxis.

AB - Das Verbundprojekt SeeZeichen befasst sich mit wesentlichen Eintragspfaden von Wasserinhaltsstoffen in den Bodensee. Dabei werden sehr unterschiedliche Messkonzepte, Messgeräte und numerische Modelle miteinander kombiniert, um eine möglichst umfassende Darstellung des Eintrags von Grundwasser in den Bodensee hinein zu erreichen. Auf der Grundlage eines einzugsgebietsbasierten, hydrogeologischen Modells wurde ein Grundwassermodell für den Bodenseeraum implementiert, das erstmalig zeitlich differenzierte und räumlich hochaufgelöste quantitative Abschätzungen der Grundwasserzutritte in den Bodensee berechnet. Mit einer MethodenToolbox zur Identifizierung und Quantifizierung von Grundwasser in Seen können Grundwasserexfiltrationen im Bodensee identifiziert und quantifiziert werden. Anhand einer multiparametrigen Wasserkörpersignatur können weitere Aussagen zu Grundwasserzutritten in den See gewonnen werden. Die gewonnenen Messwerte werden mit inversen Modellierungen mit einem räumlich hochaufgelösten, 3-dimensionalen hydrodynamischen Seemodell im hydrodynamischen Kontext interpretiert und plausibilisiert. Mit einem gekoppelten Grundwasser-See-Modell kann erstmals das Gesamtsystem hydrogeologischer Kontext/Grundwasser und See nahtlos als Modellsystem abgebildet werden. Messmethoden, Tools und Modelle werden auch im Ammersee und Steisslinger See eingesetzt und demonstrieren so die Übertragbarkeit auf andere Seen und in die generelle wasserwirtschaftliche Praxis.

KW - Grundwasser

KW - Seen

KW - Messmethoden

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KW - Bodensee

U2 - 10.5675/HyWa_2019.5_1

DO - 10.5675/HyWa_2019.5_1

M3 - Artikel

VL - 63

SP - 242

EP - 261

JO - Hydrologie & Wasserbewirtschaftung

JF - Hydrologie & Wasserbewirtschaftung

SN - 1439-1783

IS - 5

ER -