Erreicht DIN 18041-2016 ihr Ziel hinsichtlich Sprachverstehen, Schallbelastung und Lärmminderung in Unterrichts- und Kommunikationsräumen?

Helmut Viktor Fuchs, Gerhard Graber

Publikation: Beitrag in Buch/Bericht/KonferenzbandBeitrag in einem KonferenzbandForschungBegutachtung

Abstract

Bei der Überarbeitung dieser sehr bedeutsamen Richtlinie wurden die darin formulierten neuen Anforderungen bezüglich der anzustrebenden Nachhallzeiten in kleineren Räumlichkeiten durch die Verschärfung im mittleren bei gleichzeitiger Lockerung im tieferen Frequenzbereich signifikant geändert. Nach drei Jahren lohnt daher eine kritische Diskussion auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Forschungs- und praktischer Umsetzungsergebnisse bezüglich Sprachverstehen, Lärmentstehung und raumakustischer Sanierungsmaßnahmen. In Zeiten da Lehrermangel, krankheitsbedingter Unterrichtsausfall und Bildungsdefizite immer stärker in den Fokus rücken, sollten sich Architekten und ihre Berater des Beitrags einer unzureichenden Raumakustik an dieser Entwicklung bewusst sein und sich herausgefordert fühlen, die raumakustischen Verhältnisse in Ausbildungs-, Arbeits- und Freizeitbereichen nach heutigem Stand des Wissens und der Technik zu gestalten bzw. zu verbessern. In der Praxis geht es dabei in erster Linie häufig um die Frage, wie möglichst effizient und kostengünstig eine gute Raumakustik erreicht werden kann, die natürlich auch die Vorgaben der Norm erfüllen soll. Umgekehrt stellt sich jedoch auch die Frage, ob jede Raumakustik, die die Vorgaben der Norm erfüllt, auch automatisch als gute Raumakustik bezeichnet werden kann. Am Beispiel zweier Hörsäle der TU Graz werden dazu zwei konkurrierende Sanierungskonzepte vorgestellt: das eine konzentriert sich, wie gewohnt, auf die Absorption der mittleren Frequenzen, das andere zielt dagegen auf eine möglichst konstante Nachhall-Charakteristik im Raum. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der DIN 18041-2016 und der in Österreich gültigen ÖNORM B 8115-3, 2005 dargestellt und diskutiert.
Originalsprachedeutsch
TitelFortschritte der Akustik - DAGA 2019
Seiten1-4
Band45
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2019
VeranstaltungDAGA 2019: 45 Jahrestagung für Akustik - Stadthalle Rostock, Rostock, Deutschland
Dauer: 18 Mär 201921 Mär 2019
http://www.daga2019.de

Konferenz

KonferenzDAGA 2019: 45 Jahrestagung für Akustik
KurztitelDAGA 2019
LandDeutschland
OrtRostock
Zeitraum18/03/1921/03/19
Internetadresse

Fields of Expertise

  • Information, Communication & Computing

Treatment code (Nähere Zuordnung)

  • Experimental

Dies zitieren

Erreicht DIN 18041-2016 ihr Ziel hinsichtlich Sprachverstehen, Schallbelastung und Lärmminderung in Unterrichts- und Kommunikationsräumen? / Fuchs, Helmut Viktor; Graber, Gerhard.

Fortschritte der Akustik - DAGA 2019. Band 45 2019. S. 1-4.

Publikation: Beitrag in Buch/Bericht/KonferenzbandBeitrag in einem KonferenzbandForschungBegutachtung

Fuchs, HV & Graber, G 2019, Erreicht DIN 18041-2016 ihr Ziel hinsichtlich Sprachverstehen, Schallbelastung und Lärmminderung in Unterrichts- und Kommunikationsräumen? in Fortschritte der Akustik - DAGA 2019. Bd. 45, S. 1-4, DAGA 2019: 45 Jahrestagung für Akustik, Rostock, Deutschland, 18/03/19.
@inproceedings{1ab03e0b37084442860ed522b4d391ec,
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N2 - Bei der Überarbeitung dieser sehr bedeutsamen Richtlinie wurden die darin formulierten neuen Anforderungen bezüglich der anzustrebenden Nachhallzeiten in kleineren Räumlichkeiten durch die Verschärfung im mittleren bei gleichzeitiger Lockerung im tieferen Frequenzbereich signifikant geändert. Nach drei Jahren lohnt daher eine kritische Diskussion auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Forschungs- und praktischer Umsetzungsergebnisse bezüglich Sprachverstehen, Lärmentstehung und raumakustischer Sanierungsmaßnahmen. In Zeiten da Lehrermangel, krankheitsbedingter Unterrichtsausfall und Bildungsdefizite immer stärker in den Fokus rücken, sollten sich Architekten und ihre Berater des Beitrags einer unzureichenden Raumakustik an dieser Entwicklung bewusst sein und sich herausgefordert fühlen, die raumakustischen Verhältnisse in Ausbildungs-, Arbeits- und Freizeitbereichen nach heutigem Stand des Wissens und der Technik zu gestalten bzw. zu verbessern. In der Praxis geht es dabei in erster Linie häufig um die Frage, wie möglichst effizient und kostengünstig eine gute Raumakustik erreicht werden kann, die natürlich auch die Vorgaben der Norm erfüllen soll. Umgekehrt stellt sich jedoch auch die Frage, ob jede Raumakustik, die die Vorgaben der Norm erfüllt, auch automatisch als gute Raumakustik bezeichnet werden kann. Am Beispiel zweier Hörsäle der TU Graz werden dazu zwei konkurrierende Sanierungskonzepte vorgestellt: das eine konzentriert sich, wie gewohnt, auf die Absorption der mittleren Frequenzen, das andere zielt dagegen auf eine möglichst konstante Nachhall-Charakteristik im Raum. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der DIN 18041-2016 und der in Österreich gültigen ÖNORM B 8115-3, 2005 dargestellt und diskutiert.

AB - Bei der Überarbeitung dieser sehr bedeutsamen Richtlinie wurden die darin formulierten neuen Anforderungen bezüglich der anzustrebenden Nachhallzeiten in kleineren Räumlichkeiten durch die Verschärfung im mittleren bei gleichzeitiger Lockerung im tieferen Frequenzbereich signifikant geändert. Nach drei Jahren lohnt daher eine kritische Diskussion auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Forschungs- und praktischer Umsetzungsergebnisse bezüglich Sprachverstehen, Lärmentstehung und raumakustischer Sanierungsmaßnahmen. In Zeiten da Lehrermangel, krankheitsbedingter Unterrichtsausfall und Bildungsdefizite immer stärker in den Fokus rücken, sollten sich Architekten und ihre Berater des Beitrags einer unzureichenden Raumakustik an dieser Entwicklung bewusst sein und sich herausgefordert fühlen, die raumakustischen Verhältnisse in Ausbildungs-, Arbeits- und Freizeitbereichen nach heutigem Stand des Wissens und der Technik zu gestalten bzw. zu verbessern. In der Praxis geht es dabei in erster Linie häufig um die Frage, wie möglichst effizient und kostengünstig eine gute Raumakustik erreicht werden kann, die natürlich auch die Vorgaben der Norm erfüllen soll. Umgekehrt stellt sich jedoch auch die Frage, ob jede Raumakustik, die die Vorgaben der Norm erfüllt, auch automatisch als gute Raumakustik bezeichnet werden kann. Am Beispiel zweier Hörsäle der TU Graz werden dazu zwei konkurrierende Sanierungskonzepte vorgestellt: das eine konzentriert sich, wie gewohnt, auf die Absorption der mittleren Frequenzen, das andere zielt dagegen auf eine möglichst konstante Nachhall-Charakteristik im Raum. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der DIN 18041-2016 und der in Österreich gültigen ÖNORM B 8115-3, 2005 dargestellt und diskutiert.

UR - http://www.daga2019.de

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M3 - Beitrag in einem Konferenzband

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BT - Fortschritte der Akustik - DAGA 2019

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