Einfluss der modalen Kopplung von Prüfräumen und Prüfobjekten auf Messungen des Schalldämm-Maßes einer Brettsperrholzplatte im tieffrequenten Bereich

Wolfgang Hauer, Blasius Buchegger, Heinz Ferk

Publikation: Beitrag in Buch/Bericht/KonferenzbandBeitrag in einem KonferenzbandForschung

Abstract

Bei der Bestimmung des Schalldämm-Maßes von Bauteilen nach ISO 10140 2 oder ISO 15186 1 wird in Prüfräumen ein diffuses Schallfeld vorausgesetzt. Die Qualität der Diffusität bzw. der Energiegleichverteilung eines Schallfeldes nimmt im Allgemeinen jedoch mit sinkender Frequenz ab und weicht zunehmend einem modalen Verhalten. Während sich bei mittleren und hohen Frequenzen aufgrund der hohen Modendichte im Senderaum ein annähernd diffuses Schallfeld einstellt und den Prüfkörper damit gleichmäßig aus allen Richtungen anregt, ergibt sich zu tiefen Frequenzen hin eine steigende Ortsabhängigkeit der Anregung. Daraus resultiert wiederum eine sinkende Reproduzierbarkeit der Messergebnisse zwischen verschiedenen Prüfraumgeometrien hin zu tiefen Frequenzen, da das ermittelte Schalldämm-Maß zunehmend von der jeweiligen Anordnung des Prüfkörpers in den Prüfräumen bzw. der örtlichen Modenverteilung des Luftschallfeldes abhängt.
Dieser Beitrag untersucht den Zusammenhang zwischen der örtlichen Verteilung von Raummoden und dem modalen Verhalten eines Prüfkörpers am Besipiel eines Brettsperrholzelementes. Dazu wird das Schallfeld eines realen Prüfraumes bei tiefen Frequenzen mittels Finite Elemente Methode berechnet. Anschließend werden die Berechnungsergebnisse mit den Ergebnissen einer experimentellen Modalanalyse am Brettsperrholzelement verglichen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die örtliche Übereinstimmung zwischen Raum- und Körperschallmoden ähnlicher Frequenzen gelegt und der dadurch entstehende Einfluss auf das gemessene Schalldämm-Maß untersucht.
Originalsprachedeutsch
TitelFortschritte der Akustik - DAGA 2017
Seiten513-516
Seitenumfang4
PublikationsstatusVeröffentlicht - Apr 2017

Dies zitieren

Einfluss der modalen Kopplung von Prüfräumen und Prüfobjekten auf Messungen des Schalldämm-Maßes einer Brettsperrholzplatte im tieffrequenten Bereich. / Hauer, Wolfgang; Buchegger, Blasius; Ferk, Heinz.

Fortschritte der Akustik - DAGA 2017. 2017. S. 513-516.

Publikation: Beitrag in Buch/Bericht/KonferenzbandBeitrag in einem KonferenzbandForschung

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TY - GEN

T1 - Einfluss der modalen Kopplung von Prüfräumen und Prüfobjekten auf Messungen des Schalldämm-Maßes einer Brettsperrholzplatte im tieffrequenten Bereich

AU - Hauer, Wolfgang

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PY - 2017/4

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N2 - Bei der Bestimmung des Schalldämm-Maßes von Bauteilen nach ISO 10140 2 oder ISO 15186 1 wird in Prüfräumen ein diffuses Schallfeld vorausgesetzt. Die Qualität der Diffusität bzw. der Energiegleichverteilung eines Schallfeldes nimmt im Allgemeinen jedoch mit sinkender Frequenz ab und weicht zunehmend einem modalen Verhalten. Während sich bei mittleren und hohen Frequenzen aufgrund der hohen Modendichte im Senderaum ein annähernd diffuses Schallfeld einstellt und den Prüfkörper damit gleichmäßig aus allen Richtungen anregt, ergibt sich zu tiefen Frequenzen hin eine steigende Ortsabhängigkeit der Anregung. Daraus resultiert wiederum eine sinkende Reproduzierbarkeit der Messergebnisse zwischen verschiedenen Prüfraumgeometrien hin zu tiefen Frequenzen, da das ermittelte Schalldämm-Maß zunehmend von der jeweiligen Anordnung des Prüfkörpers in den Prüfräumen bzw. der örtlichen Modenverteilung des Luftschallfeldes abhängt.Dieser Beitrag untersucht den Zusammenhang zwischen der örtlichen Verteilung von Raummoden und dem modalen Verhalten eines Prüfkörpers am Besipiel eines Brettsperrholzelementes. Dazu wird das Schallfeld eines realen Prüfraumes bei tiefen Frequenzen mittels Finite Elemente Methode berechnet. Anschließend werden die Berechnungsergebnisse mit den Ergebnissen einer experimentellen Modalanalyse am Brettsperrholzelement verglichen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die örtliche Übereinstimmung zwischen Raum- und Körperschallmoden ähnlicher Frequenzen gelegt und der dadurch entstehende Einfluss auf das gemessene Schalldämm-Maß untersucht.

AB - Bei der Bestimmung des Schalldämm-Maßes von Bauteilen nach ISO 10140 2 oder ISO 15186 1 wird in Prüfräumen ein diffuses Schallfeld vorausgesetzt. Die Qualität der Diffusität bzw. der Energiegleichverteilung eines Schallfeldes nimmt im Allgemeinen jedoch mit sinkender Frequenz ab und weicht zunehmend einem modalen Verhalten. Während sich bei mittleren und hohen Frequenzen aufgrund der hohen Modendichte im Senderaum ein annähernd diffuses Schallfeld einstellt und den Prüfkörper damit gleichmäßig aus allen Richtungen anregt, ergibt sich zu tiefen Frequenzen hin eine steigende Ortsabhängigkeit der Anregung. Daraus resultiert wiederum eine sinkende Reproduzierbarkeit der Messergebnisse zwischen verschiedenen Prüfraumgeometrien hin zu tiefen Frequenzen, da das ermittelte Schalldämm-Maß zunehmend von der jeweiligen Anordnung des Prüfkörpers in den Prüfräumen bzw. der örtlichen Modenverteilung des Luftschallfeldes abhängt.Dieser Beitrag untersucht den Zusammenhang zwischen der örtlichen Verteilung von Raummoden und dem modalen Verhalten eines Prüfkörpers am Besipiel eines Brettsperrholzelementes. Dazu wird das Schallfeld eines realen Prüfraumes bei tiefen Frequenzen mittels Finite Elemente Methode berechnet. Anschließend werden die Berechnungsergebnisse mit den Ergebnissen einer experimentellen Modalanalyse am Brettsperrholzelement verglichen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die örtliche Übereinstimmung zwischen Raum- und Körperschallmoden ähnlicher Frequenzen gelegt und der dadurch entstehende Einfluss auf das gemessene Schalldämm-Maß untersucht.

M3 - Beitrag in einem Konferenzband

SN - 978-3-939296-12-6

SP - 513

EP - 516

BT - Fortschritte der Akustik - DAGA 2017

ER -