Die Akzeptanz virtueller Gesundheits-Avatare: Eine Fokusgruppenanalyse

Martina Lang, Bernhard Wieser

Publikation: Buch/Bericht/KonferenzbandBuch (Autorenwerk)Forschung

Abstract

Neue Technologien werden gleichermaßen von Hoffnungen wie auch von Besorgnis begleitet. Die vorliegende Studie lotet die Akzeptanzpotentiale virtueller Gesundheits-Avatare aus. Darunter werden digitale Technologien verstanden, mit deren Hilfe es möglich wird, physiologische Vorgänge von Personen zu simulieren, und so Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig zu erkennen und gezielte Vorbeuge- oder Therapiemaßnahmen veranlassen zu können. Auf Basis einer Fokusgruppenanalyse wurde das Akzeptanzpotential dieser „virtuellen Gesundheits-Zwillinge“ eingeschätzt und untersucht, wie Zustimmung und Ablehnung jeweils begründet wird. Dabei zeigt sich, dass Gesundheits-Avatare besonders dann positiv aufgenommen werden, wenn der individuelle Nutzen wahrgenommen wird, die Möglichkeit zur Personalisierung bestehen und die Schlussfolgerungen aus den erhobenen Daten den NutzerInnen selbst rückgemeldet werden. Skeptisch gesehen werden hingegen digitale Technologien, die zu einem Autonomieverlust ihrer AnwenderInnen führen. Neben der Sorge um Datensicherheit werden ablehnende Positionen mit ethische Bedenken begründet, wenn sie mit Diskriminierung, der Individualisierung von Verantwortung, Überwachung, dem Verlust von Privatsphäre und negativen Auswirkungen auf das solidarische Gesundheitssystem in Verbindung gebracht werden.
Originalsprachedeutsch
ErscheinungsortGraz
VerlagVerlag der Technischen Universität Graz
AuftraggeberZukunftsfond - Land Steiermark
Seitenumfang54
ISBN (elektronisch)978-3-85125-667-3
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2019

Publikationsreihe

NameScience, Technology and Society
Herausgeber (Verlag)Verlag der Technischen Universität Graz
ISSN (elektronisch)2663-9440

Schlagwörter

  • Avatar
  • Akzeptanz
  • Technikfolgenagschätzung

ASJC Scopus subject areas

  • !!Medicine(all)
  • !!Social Sciences(all)

Fields of Expertise

  • Human- & Biotechnology

Treatment code (Nähere Zuordnung)

  • Theoretical

Dies zitieren

Die Akzeptanz virtueller Gesundheits-Avatare : Eine Fokusgruppenanalyse. / Lang, Martina; Wieser, Bernhard.

Graz : Verlag der Technischen Universität Graz, 2019. 54 S. (Science, Technology and Society).

Publikation: Buch/Bericht/KonferenzbandBuch (Autorenwerk)Forschung

Lang, Martina ; Wieser, Bernhard. / Die Akzeptanz virtueller Gesundheits-Avatare : Eine Fokusgruppenanalyse. Graz : Verlag der Technischen Universität Graz, 2019. 54 S. (Science, Technology and Society).
@book{ab19c3cab4cb4338ace017fd5f8a7ab8,
title = "Die Akzeptanz virtueller Gesundheits-Avatare: Eine Fokusgruppenanalyse",
abstract = "Neue Technologien werden gleicherma{\ss}en von Hoffnungen wie auch von Besorgnis begleitet. Die vorliegende Studie lotet die Akzeptanzpotentiale virtueller Gesundheits-Avatare aus. Darunter werden digitale Technologien verstanden, mit deren Hilfe es m{\"o}glich wird, physiologische Vorg{\"a}nge von Personen zu simulieren, und so Ver{\"a}nderungen im Gesundheitszustand fr{\"u}hzeitig zu erkennen und gezielte Vorbeuge- oder Therapiema{\ss}nahmen veranlassen zu k{\"o}nnen. Auf Basis einer Fokusgruppenanalyse wurde das Akzeptanzpotential dieser „virtuellen Gesundheits-Zwillinge“ eingesch{\"a}tzt und untersucht, wie Zustimmung und Ablehnung jeweils begr{\"u}ndet wird. Dabei zeigt sich, dass Gesundheits-Avatare besonders dann positiv aufgenommen werden, wenn der individuelle Nutzen wahrgenommen wird, die M{\"o}glichkeit zur Personalisierung bestehen und die Schlussfolgerungen aus den erhobenen Daten den NutzerInnen selbst r{\"u}ckgemeldet werden. Skeptisch gesehen werden hingegen digitale Technologien, die zu einem Autonomieverlust ihrer AnwenderInnen f{\"u}hren. Neben der Sorge um Datensicherheit werden ablehnende Positionen mit ethische Bedenken begr{\"u}ndet, wenn sie mit Diskriminierung, der Individualisierung von Verantwortung, {\"U}berwachung, dem Verlust von Privatsph{\"a}re und negativen Auswirkungen auf das solidarische Gesundheitssystem in Verbindung gebracht werden.",
keywords = "Avatar, Akzeptanz, Technikfolgenagsch{\"a}tzung",
author = "Martina Lang and Bernhard Wieser",
year = "2019",
doi = "10.3217/978-3-85125-667-3",
language = "deutsch",
series = "Science, Technology and Society",
publisher = "Verlag der Technischen Universit{\"a}t Graz",

}

TY - BOOK

T1 - Die Akzeptanz virtueller Gesundheits-Avatare

T2 - Eine Fokusgruppenanalyse

AU - Lang, Martina

AU - Wieser, Bernhard

PY - 2019

Y1 - 2019

N2 - Neue Technologien werden gleichermaßen von Hoffnungen wie auch von Besorgnis begleitet. Die vorliegende Studie lotet die Akzeptanzpotentiale virtueller Gesundheits-Avatare aus. Darunter werden digitale Technologien verstanden, mit deren Hilfe es möglich wird, physiologische Vorgänge von Personen zu simulieren, und so Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig zu erkennen und gezielte Vorbeuge- oder Therapiemaßnahmen veranlassen zu können. Auf Basis einer Fokusgruppenanalyse wurde das Akzeptanzpotential dieser „virtuellen Gesundheits-Zwillinge“ eingeschätzt und untersucht, wie Zustimmung und Ablehnung jeweils begründet wird. Dabei zeigt sich, dass Gesundheits-Avatare besonders dann positiv aufgenommen werden, wenn der individuelle Nutzen wahrgenommen wird, die Möglichkeit zur Personalisierung bestehen und die Schlussfolgerungen aus den erhobenen Daten den NutzerInnen selbst rückgemeldet werden. Skeptisch gesehen werden hingegen digitale Technologien, die zu einem Autonomieverlust ihrer AnwenderInnen führen. Neben der Sorge um Datensicherheit werden ablehnende Positionen mit ethische Bedenken begründet, wenn sie mit Diskriminierung, der Individualisierung von Verantwortung, Überwachung, dem Verlust von Privatsphäre und negativen Auswirkungen auf das solidarische Gesundheitssystem in Verbindung gebracht werden.

AB - Neue Technologien werden gleichermaßen von Hoffnungen wie auch von Besorgnis begleitet. Die vorliegende Studie lotet die Akzeptanzpotentiale virtueller Gesundheits-Avatare aus. Darunter werden digitale Technologien verstanden, mit deren Hilfe es möglich wird, physiologische Vorgänge von Personen zu simulieren, und so Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig zu erkennen und gezielte Vorbeuge- oder Therapiemaßnahmen veranlassen zu können. Auf Basis einer Fokusgruppenanalyse wurde das Akzeptanzpotential dieser „virtuellen Gesundheits-Zwillinge“ eingeschätzt und untersucht, wie Zustimmung und Ablehnung jeweils begründet wird. Dabei zeigt sich, dass Gesundheits-Avatare besonders dann positiv aufgenommen werden, wenn der individuelle Nutzen wahrgenommen wird, die Möglichkeit zur Personalisierung bestehen und die Schlussfolgerungen aus den erhobenen Daten den NutzerInnen selbst rückgemeldet werden. Skeptisch gesehen werden hingegen digitale Technologien, die zu einem Autonomieverlust ihrer AnwenderInnen führen. Neben der Sorge um Datensicherheit werden ablehnende Positionen mit ethische Bedenken begründet, wenn sie mit Diskriminierung, der Individualisierung von Verantwortung, Überwachung, dem Verlust von Privatsphäre und negativen Auswirkungen auf das solidarische Gesundheitssystem in Verbindung gebracht werden.

KW - Avatar

KW - Akzeptanz

KW - Technikfolgenagschätzung

UR - http://diglib.tugraz.at/die-akzeptanz-virtueller-gesundheits-avatare-2019

U2 - 10.3217/978-3-85125-667-3

DO - 10.3217/978-3-85125-667-3

M3 - Buch (Autorenwerk)

T3 - Science, Technology and Society

BT - Die Akzeptanz virtueller Gesundheits-Avatare

PB - Verlag der Technischen Universität Graz

CY - Graz

ER -