Bedarfsorientierte Konzeptionierung von Photovoltaikanlagen

Publikation: KonferenzbeitragPaper

Abstract

Die optimierte Deckung des Eigenstrombedarfs durch eine Photovoltaikan-lage (PV) spielt einerseits aus ökonomischer Sicht, aufgrund der geringen Vergütung bei Rückspeisung in das öffentliche Stromnetz, und andererseits aus Gründen der Zufriedenheit des Investors, d.h. einer möglichst hohen Übereinstimmung mit der Erwartungshaltung im Zu-sammenhang mit den erwarteten Erträgen aus der Photovoltaikanlage, eine immer größer werdende Rolle. Prosumer verlangen immer mehr nach einer möglichst hohen Deckung des Eigenbedarfs durch die erzeugte elektrische Energie zur Erzielung eines möglichst hohen Au-tonomiegrades sowie einer möglichst hohen Unabhängigkeit vom Verteilernetzbetreiber. Man strebt nun nach einer möglichst hohen Deckung des Eigenbedarfs (hoher Autonomiegrad) der erzeugten elektrischen Energie, einerseits um die wirtschaftliche Lukrativität der Photovoltaik-anlage zu erhöhen, andererseits um autonomer von den Energieversorgungsunternehmen zu werden. Bedingt durch dieses Streben tritt das in der Vergangenheit vorrangige Ziel, einen möglichst hohen energetischen Ertrag zu erzielen immer weiter in den Hintergrund. Bei der Suche nach Möglichkeiten den Autonomiegrad zu erhöhen sind Maßnahmen hinsichtlich
- Energieeffizienz
- Einsparungen
- Laststeuerung
- Einsatz von Stromspeichern
- Kopplung mit Wärme-und Kältesystemen
aber insbesondere die wenig beachtete
- bedarfsorientierte Konzeptionierung von Photovoltaikanlagen von entscheidender Bedeutung.

Der zeitliche Verlauf der Energieerzeugung einer PV-Anlage richtet sich vorrangig nach der Ausrichtung der Module, wobei die klassische Ausrichtung nach Süden, nur Vorteile hinsicht-lich des maximal zu erreichenden Ertrags aufweist, aber große Nachteile hinsichtlich Lastspit-zen im Netz, Speicherung, Nutzung vor Ort usw. hat. Um die optimale Ausrichtung der Module (azimutale Ausrichtung, Neigungswinkel) und somit die Ertragsprognose einer standortspezi-fischen PV-Anlage zu ermitteln wurde ein Berechnungsprogramm entwickelt mit dem unter Berücksichtigung des zu erwartenden Lastganges der (jahres-)zeitliche Verlauf des Stromer-trages sowie des Autonomiegrads berechenbar ist.
Originalsprachedeutsch
Seitenumfang13
PublikationsstatusVeröffentlicht - 14 Feb 2018
Veranstaltung15. Symposium Energieinnovation: Neue Energie für unser bewegtes Europa - TU Graz, Graz, Österreich
Dauer: 14 Feb 201816 Feb 2018
https://www.tugraz.at/events/eninnov2018/home/

Konferenz

Konferenz15. Symposium Energieinnovation
KurztitelEnInnov 2018
LandÖsterreich
OrtGraz
Zeitraum14/02/1816/02/18
Internetadresse

Schlagwörter

  • Photovoltaik
  • Globalstrahlung
  • Verschattungsanalyse
  • Lastprofil
  • Autonomiegrad

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