Bauphysikalischer Vergleich und Bewertung publizierter und ausgeführter Dach-, Decken- und Wandaufbauten in Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz

Publikation: StudienabschlussarbeitMasterarbeitForschung

Abstract

Im Focus dieser Masterarbeit steht die hygrothermische Analyse von ausgewählten „Leitdetails“ in Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz mittels stationärer und instationärer Berechnungen bzw. Simulationen. Da bei der Holz-Massivbauweise besonders Außenbauteile einer ständigen, klimatischen Belastung ausgesetzt sind, ist das bauphysikalische Verständnis dieser noch relativ jungen Bauweise von größter Bedeutung. Einerseits werden diese Belastungen durch die Einwirkung des Außenklimas wie Temperaturschwankungen, Niederschlags- bzw. Schlagregenbelastungen, Sonneneinstrahlung sowie Wind verursacht. Anderseits entsteht auch durch individuelles Nutzerverhalten (Innenklima) wie z. B. Lüftungs- und Heizverhalten oder auch Feuchtigkeitseinträge durch Tätigkeiten wie Kochen oder Waschen eine Belastung der Bauteile. Im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit und Standsicherheit von tragenden Bauteilen spielt dabei die Holzfeuchte eine besondere Rolle. Denn sowohl die mechanischen, als auch die (bau)physikalischen Eigenschaften werden stark durch den Holzfeuchtegehalt bestimmt. Um dies zu gewährleisten, werden in ÖNORM B 1995 – 1 - 1:2014 Nutzungsklassen für die Errichtung von Holzbauwerken festgelegt, welche die hygroskopischen Eigenschaften von Holz berücksichtigen. Weiters werden in ÖNORM B 3802-1:2015 Gebrauchsklassen definiert, in welchen den unterschiedlichen Einbausituationen von Holz Rechnung getragen werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Analyse, Bewertung und anschließende Zuordnung verschiedener Bauteilanschlüsse mithilfe von geeigneten Softwareapplikationen zu ermöglichen. Um die Qualität der durchgeführten Simulationen zu verifizieren, wurde ein Messsystem in einem Einfamilienhaus, im gestörten (Bauteilanschluss) und ungestörten Bereich (homogener Wandaufbau) installiert. Da solche Langzeitmessungen aber mindestens über die Dauer von einem Jahr erfolgen sollten, konnte im Rahmen dieser Arbeit nur ein Vergleich der Simulationen über den Zeitraum von zwei Monaten erfolgen. Diese Gegenüberstellung zeigte im Sockelnahen Bereich zwar stark abweichende Ergebnisse (ca. 10-20 %), allerdings konnte im homogenen Bereich der Außenwand eine gute Übereinstimmung erzielt werden.
Originalsprachedeutsch
PublikationsstatusVeröffentlicht - 25 Jan 2016

Schlagwörter

  • Holz-Massivbauweise, Brettsperrholz, Bauphysik, hygrothermische Analyse

Dies zitieren

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TY - THES

T1 - Bauphysikalischer Vergleich und Bewertung publizierter und ausgeführter Dach-, Decken- und Wandaufbauten in Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz

AU - Ganster, Konstantin

PY - 2016/1/25

Y1 - 2016/1/25

N2 - Im Focus dieser Masterarbeit steht die hygrothermische Analyse von ausgewählten „Leitdetails“ in Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz mittels stationärer und instationärer Berechnungen bzw. Simulationen. Da bei der Holz-Massivbauweise besonders Außenbauteile einer ständigen, klimatischen Belastung ausgesetzt sind, ist das bauphysikalische Verständnis dieser noch relativ jungen Bauweise von größter Bedeutung. Einerseits werden diese Belastungen durch die Einwirkung des Außenklimas wie Temperaturschwankungen, Niederschlags- bzw. Schlagregenbelastungen, Sonneneinstrahlung sowie Wind verursacht. Anderseits entsteht auch durch individuelles Nutzerverhalten (Innenklima) wie z. B. Lüftungs- und Heizverhalten oder auch Feuchtigkeitseinträge durch Tätigkeiten wie Kochen oder Waschen eine Belastung der Bauteile. Im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit und Standsicherheit von tragenden Bauteilen spielt dabei die Holzfeuchte eine besondere Rolle. Denn sowohl die mechanischen, als auch die (bau)physikalischen Eigenschaften werden stark durch den Holzfeuchtegehalt bestimmt. Um dies zu gewährleisten, werden in ÖNORM B 1995 – 1 - 1:2014 Nutzungsklassen für die Errichtung von Holzbauwerken festgelegt, welche die hygroskopischen Eigenschaften von Holz berücksichtigen. Weiters werden in ÖNORM B 3802-1:2015 Gebrauchsklassen definiert, in welchen den unterschiedlichen Einbausituationen von Holz Rechnung getragen werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Analyse, Bewertung und anschließende Zuordnung verschiedener Bauteilanschlüsse mithilfe von geeigneten Softwareapplikationen zu ermöglichen. Um die Qualität der durchgeführten Simulationen zu verifizieren, wurde ein Messsystem in einem Einfamilienhaus, im gestörten (Bauteilanschluss) und ungestörten Bereich (homogener Wandaufbau) installiert. Da solche Langzeitmessungen aber mindestens über die Dauer von einem Jahr erfolgen sollten, konnte im Rahmen dieser Arbeit nur ein Vergleich der Simulationen über den Zeitraum von zwei Monaten erfolgen. Diese Gegenüberstellung zeigte im Sockelnahen Bereich zwar stark abweichende Ergebnisse (ca. 10-20 %), allerdings konnte im homogenen Bereich der Außenwand eine gute Übereinstimmung erzielt werden.

AB - Im Focus dieser Masterarbeit steht die hygrothermische Analyse von ausgewählten „Leitdetails“ in Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz mittels stationärer und instationärer Berechnungen bzw. Simulationen. Da bei der Holz-Massivbauweise besonders Außenbauteile einer ständigen, klimatischen Belastung ausgesetzt sind, ist das bauphysikalische Verständnis dieser noch relativ jungen Bauweise von größter Bedeutung. Einerseits werden diese Belastungen durch die Einwirkung des Außenklimas wie Temperaturschwankungen, Niederschlags- bzw. Schlagregenbelastungen, Sonneneinstrahlung sowie Wind verursacht. Anderseits entsteht auch durch individuelles Nutzerverhalten (Innenklima) wie z. B. Lüftungs- und Heizverhalten oder auch Feuchtigkeitseinträge durch Tätigkeiten wie Kochen oder Waschen eine Belastung der Bauteile. Im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit und Standsicherheit von tragenden Bauteilen spielt dabei die Holzfeuchte eine besondere Rolle. Denn sowohl die mechanischen, als auch die (bau)physikalischen Eigenschaften werden stark durch den Holzfeuchtegehalt bestimmt. Um dies zu gewährleisten, werden in ÖNORM B 1995 – 1 - 1:2014 Nutzungsklassen für die Errichtung von Holzbauwerken festgelegt, welche die hygroskopischen Eigenschaften von Holz berücksichtigen. Weiters werden in ÖNORM B 3802-1:2015 Gebrauchsklassen definiert, in welchen den unterschiedlichen Einbausituationen von Holz Rechnung getragen werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Analyse, Bewertung und anschließende Zuordnung verschiedener Bauteilanschlüsse mithilfe von geeigneten Softwareapplikationen zu ermöglichen. Um die Qualität der durchgeführten Simulationen zu verifizieren, wurde ein Messsystem in einem Einfamilienhaus, im gestörten (Bauteilanschluss) und ungestörten Bereich (homogener Wandaufbau) installiert. Da solche Langzeitmessungen aber mindestens über die Dauer von einem Jahr erfolgen sollten, konnte im Rahmen dieser Arbeit nur ein Vergleich der Simulationen über den Zeitraum von zwei Monaten erfolgen. Diese Gegenüberstellung zeigte im Sockelnahen Bereich zwar stark abweichende Ergebnisse (ca. 10-20 %), allerdings konnte im homogenen Bereich der Außenwand eine gute Übereinstimmung erzielt werden.

KW - Holz-Massivbauweise, Brettsperrholz, Bauphysik, hygrothermische Analyse

M3 - Masterarbeit

ER -