ZuHaZu2022 - Zustandsbewertung und Risikoanalyse Zubringer und Hauptleitungen Trinkwassernetz MA 31 Wiener Wasser

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Die Zubringer- und Hauptleitungen des Trinkwassernetzes zählen zu den wichtigsten Infrastrukturen des Wiener Wasserversorgungssystems. Ein Ausfall dieser Leitungen infolge eines Rohrbruches kann auch zu größeren Versorgungsausfällen führen. Meist ist ein Rohrbruch an Hauptleitungen auch mit einem hohen Wasseraustritt verbunden und kann zu erheblichen Folgeschäden an benachbarten Infrastrukturen führen. Bislang treten an diesen Leitungen nur selten Rohrbrüche auf. Ihr baulicher Zustand ist jedoch weitgehend unbekannt. Eine Erneuerung ohne den Zustand der Rohre zuvor näher zu untersuchen wäre in vielen Fällen unwirtschaftlich. Neben der Möglichkeit die Wahrscheinlichkeit von Rohrbrüchen mit statistischen Modellen vorherzusagen ist es aus heutigem Stand der Wissenschaft sinnvoll innovative Messverfahren zur Unterstützung in der Schadensfrüherkennung einzusetzen. Zahlreiche geeignete Verfahren haben sich in den letzten Jahren etabliert und sollen nun auch in Wien zur Anwendung kommen. Wird der Zustand einer entsprechenden Stichprobe, welche die wesentlichen Leitungstypen des Hauptleitungsnetzes umfasst, erhoben, können daraus die Zustände der nicht inspizierten Netzteile hochgerechnet werden. Aufbauend auf die Zusandserhebung und -prognose kann abgeleitet werden welche Rohrabschnitte das höchste Ausfallrisiko aufweisen. Dazu ist neben der Bewertung der Rohrbruchwahrscheinlichkeit und des Zustandes unter anderem auch die Versorgungswichtigkeit der Leitungen einzubeziehen. Welche Maßnahmen an den risikoreichen Abschnitten zu treffen sind, um das Risiko zu reduzieren, ist der letzte Schritt einer zustands-basierten Risikoanalyse. Dabei soll beispielsweise aufgezeigt werden bei welchen Leitungen eine Erneuerung unumgänglich ist, wann allfällige Erneuerungen nötig werden können, ob weitere Zustandsbefahrungen erforderlich werden oder ob einfachere Maßnahmen, wie ein zusätzlicher Materialvorrat von kritischen Bauteilen und ein rasches Reagieren im Falle von Gebrechen ausreicht um das Schadensrisiko zu minimieren.
StatusLaufend
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/12/211/06/23