Windmessung mittels VHF/UHF-Radar

    Projekt: Arbeitsgebiet

    Projektdetails

    Beschreibung

    Mittels sehr empfindlicher Doppler-Radargeräte können Echos aus der klaren (jedoch turbulenten oder thermisch inhomogenen) Luft noch empfangen und über ihre Dopplerverschiebung hinsichtlich der Windgeschwindigkeit und Turbulenzstärke der Luft interpretiert werden. Ein vertikal zeigendes gepulstes Doppler Radar dieser Art nennt man "Windprofiler", da es typisch alle 5 Minuten ein vertikales Profil der genannten Meßgrößen liefert. Die EU-Forschungsaktion COST-74 (1987 - 1993) behandelte die Standardisierung, Weiterentwicklung und Überführung von Windprofiler-Anlagen in den praktischen Gebrauch durch die Wettrdienste, welche bislang vertikale Wind- und Turbulenzprofile mittels arbeitsaufwendiger Ballonstarts (Radiosonden mit Naviagtionseinrichtung) nur zwei- bis viermal täglich erfassen konnten. INW/TU-Graz wurde seitens BMWF beauftragt, in der letzten Phase von COST-74 die bisher österreichische Mitwirkung zu leisten, wobei auf die vorhergehende Mitwirkung derselben Personen im Rahmen von BMWF-geförderten Projekten von Joanneum Research aufzubauen war. Die Beiträge von INW/TU-Graz betrefen vor allem Untersuchungen zur gegenseitigen Störung von Windprofiler-Anlagen und anderen, bestehenden Funkdiensten in benachbarten Frequenzbereichen, insbesondere aber die auf Erfahrungen aus COST-74 zurückgreifende Entwicklung eines 1280-MHz-Windprofilers. Dieses Gerät wurde als Prototyp realisiert und wird laufend ergänzt und verbessert.
    StatusAbschlussdatum
    Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/9331/01/99