VECTO-HEV - Regelungs-Algorithmen für Hybrid-Elektrofahrzeuge im europäischen HDV-CO2-Zertifizierungsprozess mittels VECTO über eine standardisierte Schnittstelle zur Anbindung externer Modelle im Engineering-Modus der Simulations-Software

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Ab 1.1.2018 wird in der EU für schwere Nutzfahrzeuge (NFZ) ein Zertifizierungsverfahren eingeführt, das auf einer Gesamtfahrzeug-Simulation in Verbindung mit Komponententests für die Zertifizierung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen Fahrzeug basiert. Damit wird für jedes spezifische verkaufte Fahrzeug verpflichtend ein normierter Verbrauchs- und CO2-Wert bestimmt. Durch die verpflichtende Anwendung dieses Verfahrens bei allen europäischen NFZ-Herstellern wird auch die zugehörige Simulations-Software VECTO zukünftig fest im Entwicklungsprozess der Hersteller integriert sein, um bereits ab der Konzeptfindung eine Optimierung auf einen möglichst niedrigen CO2-Wert zu ermöglichen.

Diese verbreitete Anwendung von VECTO bietet nun einige Möglichkeiten die Software zu erweitern und einen Zusatznutzen für Hersteller zu schaffen. Das Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik (IVT) der Technischen Universität Graz hat die gesamten Entwicklungsarbeiten von VECTO im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt und daher ist das entsprechende Know-How für Eingriffe in den Source Code zum jetzigen Zeitpunkt ausschließlich am IVT vorhanden. Dieses Wissen stellt ein ausgeprägtes Alleinstellungsmerkmal dar und bietet somit eine hervorragende Ausgangsposition, um das IVT als Entwicklungsdienstleister rund um die VECTO-Software zu positionieren.
Es besteht konkret seitens der Hersteller Interesse die bestehende Software um ein Interface zur Anbindung intelligenter Hybrid-Regler via Software In the Loop (SIL) zu erweitern, um damit die Auswirkungen innovative Technologien auf Verbrauch und Emissionen realistischer abbilden zu können und somit einen positiven Effekt sowohl in der CO2-Zertifizierung als auch im realen Straßenbetrieb zu generieren.
Damit dieses vollkommen neuartige potentielle Entwicklungswerkzeug zum Einsatz kommen kann, ist es im Rahmen des geplanten Sondierungsprojektes notwendig eine Bedarfsanalyse zum Funktionsumfang durchzuführen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen soll als Hauptinhalt die Schnittstelle in der bestehenden Software umgesetzt werden. Mit der Schnittstelle werden dann Hybrid-Modelle für verschiedene Fahrzeugklassen und Hybrid-Architekturen in VECTO aufgesetzt, die mittels Fahrzeugmessungen validiert werden. Diese validierten Modelle sollen dann zur weiteren Optimierung von Hybrid-Betriebsstrategien verwendet werden, um vorhandenes Potential aufzuzeigen. Dabei ist die Zielvorgabe, in dieser Potentialanalyse den Energieverbrauch um 5% und die NOx-Emissionen um 40% zu senken.
Aufbauend auf diesen Ergebnissen soll am IVT ein neues Geschäftsmodell zu Dienstleistungen in Kombination mit VECTO geplant werden, welches zu neuen zukünftigen Kooperationen und Entwicklungszusammenarbeiten mit NFZ-Herstellern und Zulieferern führt und damit zur Sicherung des Forschungsstandortes Österreich und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Fahrzeugindustrie beiträgt.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/09/1631/08/17