UAV-Rescue - UAV-getragene Sensorik zur KI-basierten Unterstützung von Rettungsmissionen

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

In zahlreichen Katastrophenfällen wie etwa Gasexplosionen, Terroranschlägen oder Naturereignissen kommt es zum (teilweisen) Kollaps von Gebäuden, wodurch die Suche nach Vermissten ein gefährliches und schwieriges Unterfangen wird.
Es gilt die Unglücksopfer möglichst rasch zu retten, da im Rahmen der „goldenen Stunde“ nach dem Ereignis die Überlebenschancen am höchsten sind. Noch wichtiger ist allerdings die Sicherheit der Rettungskräfte: Sie sollen bei den Rettungsmaßnahmen nicht selbst ihr Leben riskieren.

Dieses Projekt soll die Einsatzkräfte dabei unterstützen schneller informierte Entscheidungen treffen zu können. Dadurch sollen unter Wahrung der eigenen Sicherheit mehr Menschenleben gerettet werden können. Dazu wird ein UAV-Erkundungssystems entwickelt, welches den Einsatzkräften ein vollständiges 3D-Lagebild zur Verfügung stellt, ohne dass die Trümmerbereiche betreten werden müssen. Die wesentlichen Vorteile bestehen darin, dass das Lagebild (i) auch schwer einsehbare Bereiche detailliert kartiert, (ii) Gebäudeschäden bzw. Trümmerhaufen erkennt und analysiert, (iii) Personen lokalisiert sowie (iv) die Einsatzkräfte über mögliche Gefahren informiert.

Im deutschen Teil dieses bilateralen Projektes wird eine KI-basierte Erkundung des Innenbereiches inklusive 3D-Vermessung und Personen mittels Radarsensoren entwickelt. Das österreichische Konsortium erkundet Außenbereich und Umgebung des Einsatzgebietes. Dabei wird in Echtzeit mittels LiDAR ein 3D-Umgebungsmodell erstellt und mit den Daten der deutschen Projektpartner zu einer ganzheitlichen Darstellung verknüpft. Die Einsatzkräfte sollen durch automatische Klassifikation von beschädigten Gebäudeteilen bzw. Trümmern in der Einsatzplanung unterstützt werden. Bautechnische Gegebenheiten sollen mit kontinuierlichen Gasmessungen der UAVs verknüpft werden und in eine Risikobewertung einfließen.

Die interaktive Visualisierung soll zur Demonstration prototypisch in ein professionelles Einsatzmanagementsystem für Einsatzkräfte integriert werden. Weiters soll es möglich sein anspruchsvolle Flugmanöver – bspw. Detailerkundungen im Nahbereich von Strukturen, aber schlechter Sichtwinkel vom Boden – unter Einbeziehung des 3D-Modells adaptiv zu planen und situationsabhängig auszuführen.
StatusLaufend
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/2131/12/22