Tektonische Entwicklung Penninischer Einheiten während der späten Kreide und dem Paläogen

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Drei Hauptprobleme werden behandelt: (1) Die Fortsetzung des Nordpenninischen ozeanischen Beckens (Valais) nach Osten; (2) Die Fortsetzung der Mittelpenninischen Mikroplatte (Brianconnais) nach Osten; (3) Die paläogeographische Position des Rheodanubischen Flyschbeckens. (1) Einige palinspastische Rekonstruktionen zeigen die Glockner Decke im Tauernfenster in einer Nordpenninischen Position, die darüberliegende Matreier Zone in einer Südpenninischen. Da keine kontinentalen Einheiten zwischen Glockner Decke und Matreier Zone bekannt sind, wird angenommen, dass das Mittelpenninikum nur bis in den Bereich des Engadiner Fensters reicht. Andere Arbeiten deuten darauf hin, dass Glockner Decke und Matreier Zone Südpenninischen Ursprungs sind. (2) Ältere Modelle schlagen vor, dass der Zentralgneis im zentralen Tauernfensters mit seiner sedimentären Bedeckung (Venediger Decke) die Fortsetzung des Brianconnais darstellt. Neuere Rekonstruktionen haben gezeigt, dass die Venediger Decke Teil des distalen europäischen Kontinentalrandes war. Jedoch wurde auch vorgeschlagen, dass einzelne Gneislamellen im Hangenden der Venediger Decke vom Brianconnais abstammen könnten. (3) Die paläogeographische Position des Rhenodanubischen Flyschbeckens wird von vielen Alpengeologen als Nordpenninisch angesehen. Jedoch beruht dies auf der Annahme dass die Venediger Decke die Fortsetzung des Mittelpenninikums bildet; der Rhenodanubische Flysch wurde in diesen Rekonstruktionen nördlich davon positioniert.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/0230/06/06