Sulfatgehalt von Beton - Ermittlung des kritischen Sulfatgehaltes von Beton

Projekt: Foschungsprojekt

Beschreibung

Die Mechanismen des Angriffs von Sulfat auf Beton können je nach Bedingungen unterschiedlich sein (Ettringit- bzw. Thaumasitbildung). Thaumasit bildet sich bei niedrigen Temperaturen und nur in Gegenwart von Karbonat, wobei es zu einer "Aufweichung" des Zementsteines kommt. Im Regelfall steht aber der Angriff durch Volumszunahme im Vordergrund (Ettringit, Gips) und das Regelwerk berücksichtigt nur diesen. Den im Regelwerk angegebenen Sulfatgrenzwerten liegt die Annahme konstant bleibender SO4-Konzentration zugrunde, was aber selten gegeben ist. Zudem sind keine Informationen enthalten, wie die Beurteilung bei schwankenden Schadstoffkonzentrationen zu erfolgen hat. Weiter fehlt ein Grenzwert des Sulfatgehaltes von Beton, ab dem Schutzmaßnahmen nötig sind.
Die vorgesehenen Untersuchungen sollen beitragen eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Als Praxisbezug sollen die Abwasserkanäle der Stadt Linz einbezogen werden, deren Abwässer gegenüber dem Kanalbeton abschnittsweise aggressiv sind. Darin sollen an verschiedenen Stellen neu hergestellte Prüfkörper ausgelagert weden. Weiter sollen neu hergestellte Proben mit karbonatischen Zuschlägen in dem in Bau befindlichen Koralmtunnel ausgelagert werden, wo niedrige Temperaturen herrschen und der Thaumasitangriff studiert werden.
Zudem sollen neue Proben im Labor bei a) konstanten und b) wechselnden Sulfatkonzentrationen ausgelagert und die Schadensbildung untersucht werden. So soll erfasst werden, welchem Einfluss schwandende Sulfatkonzentrationen auf die Geschwindigkeit der Sulfataufnahme von Beton haben und ab welchem Sulfatgehalt Schadensbildung eintritt.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/06/0930/06/15