Bildschirmflimmern durch 50-Hz-Magnetfelder

  • Sakulin, Manfred, (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Schmautzer, Ernst (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Abart, Andreas, (Teilnehmer (Co-Investigator))

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Der Elektronenstrahl in der Bildröhre wird durch Ablenkspulen mit der Zeilen- und der Bildwiederholfrequenz angesteuert. Wird ein äußeres magnetisches 50-Hz-Störfeld überlagert, so wird der Strahl entsprechend dem sich aus der Superposition ergebenden Feld abgelenkt. Durch den Frequenzunterschied zwischen der Bildwiederholfrequenz und der Netzfrequenz entsteht für das resultierende Signal eine Schwebung. Entsprechend der Lorenzkraft wirken nur auf den Elektronenstrahl normal stehende Komponenten des Feldes. Je nach Richtung des Feldes treten entsprechend der Frequenz der Schwebung horizontale oder vertikale Verschiebungen auf. Ein vertikal ausgerichtetes Feld verursacht eine horizontale Verschiebung. Mit der Frequenz der Schwebung läuft diese vertikal über den Monitor ab. Entsprechend dem Raster der Maske des Bildschirms wird dieser Effekt ab etwa 1-2 µT wahrgenommen. Verschiebungen die geringer als die Rasterweite der Maske sind, verursachen eine mit der Schwebungsfrequenz aufmodulierte Farb- und Intensitätsverschiebung. Bislang unklar ist, ob in Störfeldern unter 1-2 µT, also unterhalb den Werten, die eine bewußte Wahrnehmung auslösen, eine zusätzliche Belastung des Sehapparates eintritt.

In einem weiteren Projekt sollen individuelle, bewußt wahrnehmbare Reizschwellen vor allem auch im Hinblick auf den Verdacht geschlechtspezifischer Unterschiede ermittelt werden.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/9730/09/00