MARG - Entwicklung eines hochauflösenden, kostengünstigen Kurzstrecken-Niederschlagsradarsystems

  • Paulitsch, Helmut (Projektleiter (Principal Investigator))
  • Schreiber, Helmut (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Amschl, Dominik, (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Richter, Eberhard Maximilian, (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Kammerhofer, Martin, (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Gruber, Andreas, (Teilnehmer (Co-Investigator))

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Die Abschätzung und die Qualität der aufgezeichneten Niederschläge spielen eine entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit der europäischen Kanalisationssysteme, Wasseraufbereitungsanlagen, den Bewässerungsbedarf und die fortgeschrittene Erkennung einer sich entwickelnden Hochwassergefahr. Starkregen überschwemmt häufig die städtischen Abwassersysteme, was zu schnellen Überschwemmungen in den Städten führt. Die unnötige Verwendung von Wasser zur Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben erhöht die Kosten erheblich. Genaue Niederschlagsdaten auf lokaler Ebene sind für die Kunden von Anbietern von Wetterdatendiensten von entscheidender Bedeutung, da sie durch die Verbesserung dieser Systeme Multimillionen Euro an regenbezogenen Investitionen einsparen können. Zu den derzeit üblichen Methoden zur Messung des Niederschlags gehören die Verwendung von Regenmessern oder Wetterradaren mit großer Reichweite. Regenschreiber werden zur direkten Messung der Niederschlagsintensität in Landnähe verwendet. Da der Regenschreiber den Niederschlag an einem einzigen Punkt misst, ist eine Netzwerkanwendung von Regenschreibern notwendig, um die Abweichung unter 5 % zu halten. Der Besitz und Betrieb eines einzelnen Regenmessers kostet oft bis zu 1100 Stück pro Monat (einschließlich 25% der wesentlichen Wartungs- und Reparaturkosten). Für ein Unternehmen, das ein Netz von 50 Regenmessern besitzt und betreibt, können sich die jährlichen Kosten auf bis zu 300.000 belaufen. Regenmesser-Netzwerke sind oft schlecht konzipiert und platziert, was zu unzuverlässigen Daten führt, die nicht genutzt werden können. Der Kostenverlust kann bis zu 75% betragen. Wetterradargeräte mit großer Reichweite funktionieren als sehr dicht angeordnete Regenmesser, aber der Preis von Wetterradargeräten mit großer Reichweite ist für einen großen Teil der Endnutzer, insbesondere für KMU, nicht erschwinglich. Die am MARG-Projekt teilnehmenden KMU erkannten, dass ein klarer Bedarf an einem billigeren und innovativen Messgerät besteht. Das MARG-Projekt zielt darauf ab, ein innovatives, genaues, Echtzeit- und benutzerfreundliches Messsystem zu entwickeln, das die räumliche Verteilung und Intensität von Regen im ländlichen und städtischen Maßstab für kommerzielle Wetterdaten und Anbieter von Mehrwertprognoseprodukten überwacht.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/11/1231/10/15