Schichtungen in der äquatorialen Mesosphäre (LEMMA)

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Radaranlagen im UKW Bereich (MST Radar) können des öfteren Echos aus der Mesosphäre (50 bis 90 km Höhe) feststellen. Solche Echos können entweder durch ausgeprägte Strukturen in der Elektronendichte, oder aber auch in der Neutralatmosphäre entstehen; das leistungsfähigste Radar dieser Art steht in Jicamarca (Peru). Diese Dichtevariationen, insbesondere der Neutralatmosphäre, sind nach gängigen Vorstellungen das Ergebnis von Turbulenzprozessen, weshalb diese Echos auch Hinweise auf den Transport und die Durchmischung von Spurengasen darstellen. Als Auslöser von Feinstrukturen in der Plasmadichte kommen u.a. geladene oder neutrale Aerosole in Frage. Um die zwei grundsätzlich möglichen Mechanismen, die zu MST Echos führen, trennen zu können, werden zwei Höhenforschungsraketen in zwei verschiedene Typen von Echos gestartet. Die Nutzlasten haben eine Instrumentierung zur Bestimmung der Plasmadichtefeinstruktur (Auflösung unter 1 % und unter 1 m Höhe), aber auch ein Gerät zur Bestimmung des Absolutwertes der Plasmadichte, sowie Geräte zur Detektion von schweren neutralen oder geladenen Partikeln (Aerosolen), und ein hochauflösendes Gerät zur Messung der Neutraldichte. Die vorgesehenen Flüge sind Teil einer von der NASA organisierten Kampagne und sollen von Punta Lobos in Peru im März/April 2004 gestartet werden. Bisherige Untersuchungen solcher mesosphärischen Echos fanden meist in polaren Breiten statt, Messungen vergleichbaren Umfanges im Äquatorgebiet gibt es bislang noch nicht.
Die Technische Universität Graz wird an diesen beiden Raketenflügen mit Geräten teilnehmen, die der Bestimmung der Plasmadichten (Elektronen und Ionen) dienen. Darüber hinaus wird natürlich auch an der Bearbeitung und Interpretation aller im Rahmen dieser Kampagne gewonnenen Daten mitgearbeitet.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende15/02/0331/01/05