Beeinflußung der polaren Regionen in Lecithinen zur Verbesserung von Trennprozessen

  • Kirschneck, Dirk, (Teilnehmer (Co-Investigator))

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Im Jahre 1846 wurden die Lecithine von Maurice Gobley im Eigelb entdeckt. Später wurde herausgefunden, daß die Lecithine einen äußerst positiven Einfluß auf die Gesundheit des Menschen haben. Die Lecithine sind fettähnlich aufgebaut. Sie besitzen jedoch anstatt der dritten Fettsäure eine Phosphorsäure, an die noch eine Cholin-, Ethanolamin- oder Insositolgruppe gebunden sein kann. Die Lecithine haben durch die polare Phosphatgruppe und die unpolaren Fettsäuren tensidischen Charakter und finden ihre Anwendung vorwiegend in Lebensmitteln, in Kosmetika und in Pharmaprodukten.

Für Trennprozesse und die Fraktionierung von Lecithinen spielen die Wechselwirkungen zwischen den polaren Gruppen der Lecithine eine zentrale Rolle. Die Lecithine organisieren sich in Doppelschichten, Micellen, Vesikeln, Liposomen und anderen geordneten Strukturen. Die Strukturen werden teilweise durch andere Moleküle, die zum Beispiel im Multikomponentenstoffsystem Rohlecithin enthalten sind, erzeugt oder beeinflußt. Ziel des Projektes ist es, strukturbildende Mechanismen zu erkennen und gezielt diese Wechselwirkung zu stören. Durch die verringerte Wechselwirkungen wird die Effizienz von Trennoperationen gesteigert. Gegebenenfalls entstehen dadurch sogar gänzlich neue Verfahrenskonzepte. Die Erkenntnisse aus den Wechselwirkungen sollen für Kriterien zu einer Rohstoffauswahl für das jeweilige Verfahren genutzt werden.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/9829/02/00