Glutauge

Projekt: Foschungsprojekt

Beschreibung

Zur Optimierung des Betriebes von kleinen Rostfeuerungen (bis 10 MW) ist oft ein manueller Eingriff notwendig. Das "Glutauge" kann solche Eingriffe ersetzen. Der Detektor spricht selektiv auf die von glühendem C ausgehende Strahlung an und liefert Information, ob auf der Rostfläche brennendes Material liegt oder nicht. Bei Verwendung mehrerer Detektoren kann die Lage der Verbrennungszone auf dem Rost erfasst werden. Die Detektorsignale sind für die Steuerung von Vorschub, Beschickung und Luftzuteilung verwendbar. Vorschubroste von Biomassefeuerungen werden optimal betrieben, wenn der ganze Rost mit Brennstoff bedeckt ist, jedoch kein brennendes Material am hinteren Rostende abgeworfen wird. In der Praxis geschieht dies häufig, da die Brennstoffzusammensetzung und die Last stark variieren. So ergeben sich eine schlechte Brennstoffausnutzung, ein erhöhter Ascheanfall und unnötige Emissionen. Bei Aussetzbetrieb der Anlage soll mit einem Minimum an Brennstoff gewährleistet werden, dass die Glut erhalten bleibt und ein automatisches Wieder-Hochfahren möglich ist. Die meisten Sensoren überwachen nur die Betthöhe, geben aber keine Information über Lage und Intensität der Glut. Das "Glutauge" erlaubt eine Regelung der Anlage so, dass der ganze Rost mit Brennstoff bedeckt ist, kein glühender Brennstoff mit der Asche ausgetragen wird, bei Aussetzbetrieb zur Gluterhaltung nur minimal Brennstoff verbraucht wird, unnötige Emissionen vermieden werden und die Aschemenge reduziert wird.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/9531/01/00