FWF - Silene und Disilene - Silene und Disilene

  • Zirngast, Michaela, (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Tousi, Fateme, (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Balatoni, Istvan, (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Marschner, Christoph (Projektleiter (Principal Investigator))

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

In den letzten Jahren hat die Chemie der ungesättigten Siliciumverbindungen (Silene, Disilene, Silylene) einen ungeheuren Aufschwung erlebt. Stabile Vertreter aller Substanzklassen wurden erhalten und die Reaktivität dieser Verbindungen in wesentlichen Zügen untersucht. Im Zuge unserer Untersuchungen zur Chemie der Polysilanionen in den letzten Jahren konnten wir zwei neue Zugangswege zu Disilenen erschließen. Daneben gelang es uns den ersten Vertreter eines Disilenkomplexes eines frühen Übergangsmetalls und ein Fluoridaddukt eines Disilens zu präsentieren. Im vorliegenden Antrag wird die weitere Ausführung der genannten Reaktionen beschrieben. Dies soll nicht nur mit Blickrichtung auf die Grundlagen der Siliciumchemie erfolgen, sondern auch im Hinblick auf mögliche Anwendungen von Disilenen in der organischen Synthese. In Abhängigkeit von ihren Substituenten können Disilene entweder [2+2] oder [4+2] Cycloadditionsreaktionen eingehen. Die bei den silylsubstituierten Disilenen vorherrschende [4+2] Diels-Alder Reaktion mit Olefinen entspricht dem synthetischen Äquivalent einer Singlett-Sauerstoffaddition, wenn man die Silylgruppen als maskierte Hydroxylgruppen interpretiert, welche durch Tamao-Fleming Oxidation freigesetzt werden können. Im Bereich der Silenchemie soll versucht werden Silene durch Salzeliminierung aus 1-carba-2-silyldianionen herzustellen. In Analogie zu den 1,2-Disilanyldianionen sollen diese Verbindungen auch auf ihre Brauchbarkeit zur Synthese von Silenkomplexen früher Übergangsmetalle untersucht werden. Solche Komplexe sollen interessante Alkin-insertionschemie zu Metallasilacyclopentenen zeigen. Nachdem die erstmalige Synthese von Disilen Fluoridaddukten aus Fluorsilanen sehr einfach gelingt, soll untersucht werden ob diese Synthesestrategie auf auch Silenaddukte übertragbar ist. Solche Addukte sind für Silene des Wiberg-typs bereits bekannt. Die erhaltenen Silene (auch transienter Natur) und ihre Addukte sollen ebenfalls für Cycloadditionen genutzt werden. Die Produkte, sowohl der Disilen- wie auch der Silenadditionen enthalten immer noch Si-Si Bindungen. Die Verwendung dieser reaktiven Bindungen auf produktive Art und Weise für die Zwecke der organischen Synthese soll den Abschluss der Untersuchungen bilden.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/03/0731/12/11