FWF - Funktionsselektive - Funktionsselektive Proteinfänger - Nanooberflächen

Projekt: Foschungsprojekt

Beschreibung

Ziel der Arbeiten ist die Herstellung verlässlicher und billiger Systeme zur Detektion von Glycosidasen die einen breiten Anwendungsspielraum für Biochemie, Medizin und "functional proteomics"-Forschung bieten. REVERSIBLE Glycosidasenhemmer, die Fluoreszenzindikatoren tragen, werden synthetisiert, ihre biologische Aktivität wird untersucht, ihre Anwendbarkeit in obigem Zusammenhang in einfachen Modellen getestet und sie werden schliesslich an eine Chip-Oberfläche gekuppelt. Inkubierung mit Reinenzymen, Mischungen oder ungereinigten Lysaten erzeugt "Bindungsereignisse", die mittels Fluoreszenzspektrometrie festgestellt und beobachtet werden können. Darauf aufbauend, ist unter anderem die Herstellung eines Glycosidasen-Atlas möglich, der die einzigartigen Wechselwirkungen des jeweiligen Enzyms mit den verschiedenen Inhibitoren auf dem Chip wie einen Fingerabdruck dokumentiert und für verschiedenste Anwendungen zur Verfügung hält. Auf der Basis eines zu demonstrierenden, eindeutigen "Proof of Concept" kann die Methode für verschiedenste Zwecke eingesetzt werden. Zum Beispiel sind "Virale Enzymchips" (für Grippe, Herpes oder HIV), Chips für "Erbliche Stoffwechselstörungen" (Hirnstoffwechsel, Proteinglycosylierungsdefekte) oder "Tumor-Enzyme-Chips" möglich. Durch die Anwendung reversibler Enzymhemmer an der Chip-Oberfläche können auch "Schnappschüsse" des zeitlichen Bindungsverlaufes gemacht werden. Auf demselben Prinzip beruht die mögliche mehrmalige Verwendung des Chips (im Gegensatz zu "Ein-Weg"-Techniken) die weitere diagnostische Möglichkeiten eröffnen, aber auch Vorteile bei der "Kostenreduktion" in "low-budget"-Situationen (NGOs, arme Länder oder Gesellschaftsschichten) bringen können.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/04/061/04/09