Fraktionierung von Rohlecithinen mittels Solventextraktion mit Ethanol

  • Kirschneck, Dirk, (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Marr, Rolf-Jürgen (Projektleiter (Principal Investigator))

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Im Jahre 1846 wurden die Lecithine von Maurice Gobley im Eigelb entdeckt. Später wurde herausgefunden, daß die Lecithine einen äußerst positiven Einfluß auf die Gesundheit des Menschen haben. Die Lecithine sind fettähnlich aufgebaut. Sie besitzen jedoch anstatt der dritten Fettsäure eine Phosphorsäure, an die noch eine Cholin-, Ethanolamin- oder Insositolgruppe gebunden sein kann. Die Lecithine haben durch die polare Phosphatgruppe und die unpolaren Fettsäuren tensidischen Charakter und finden ihre Anwendung in Lebensmitteln, in Kosmetika und in Pharmaprodukten.

Verschiedene technologische Anwendungen erfordern unterschiedliche Zusammensetzungen der Lecithine. Ein Fraktionierungsprodukt mit hohem Phosphatidylcholingehalt entsteht durch die Extraktion von Rohlecithin mit Ethanol. Dieser Produktionsschritt wird noch oft als Batch-Extraktion ausgeführt. In diesem Forschungsprojekt wird ein neuer, kostengünstiger Prozeß zur kontinuierlichen Extraktion entwickelt. Das Produkt soll je nach Prozeß-Bedingungen einen Phosphatidylcholingehalt von 25 bis 40 % bei einem möglichst hohen Feststoffgehalt besitzen. Zu diesem Zweck wurden zunächst Laborversuche durchgeführt und anschließend interessante Varianten in Pilotanlagen getestet. Das neue Verfahren wird bereits in einer Produktionsstraße bei Firma Lucas Meyer (D) erfolgreich eingesetzt. Der Feststoffgehalt in der Extraktphase konnte um 30 % gesteigert werden.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/06/9531/01/98