ErFIndERIn - Erfolgreiche Frauen in der Industrie-Entwicklung, Research, Innovation

  • Fischer, Roland (Teilnehmer (Co-Investigator))
  • Noormofidi, Nadja, (Projektleiter (Principal Investigator))

Projekt: Foschungsprojekt

Beschreibung

Im Spannungsbereich einer zunehmend globalisierten Wirtschaft sieht sich die österreichische Industrie ständig steigenden Herausforderungen, beispielsweise durch hohe Energiepreise und rasch steigende Rohstoffpreise, der Einführung von CO2 Emissionsgrenzen, strenger Umweltauflagen, Konkurrenzdruck aus Ländern mit deutlich niedrigeren Sozial- und Umweltstandards usw. ausgesetzt. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können benötigen österreichische Unternehmen bestens ausgebildete MitarbeiterInnen.
Global gesehen stellen Chemie und Verfahrenstechnik Schlüsselbereiche im Großteil der Industriebetriebe dar. Einer für technische Studienrichtungen hohen Frauenquote im Studium steht ein im Vergleich dazu deutlich niedrigerer Anteil weiblicher Führungskräfte in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bzw. in der Produktion gegenüber. Die Überwindung dieser Diskrepanz hat sich das von uns vorgeschlagene Motivations- und Qualifizierungsprogramm ErFIndERIn (Erfolgreiche Frauen in der Industrie Entwicklung, Research, Innovation) zum Ziel gesetzt.
Das Projektkonsortium setzt sich aus sechs innovativen Firmen aus dem Bereich Chemie und Verfahrenstechnik mit Sitz in Österreich zusammen: Sappi Austria Produktions-GmbH&Co. KG, KE KELIT Kunststoffwerk GmbH, Siemens Transformers Austria GmbH&Co. KG Werk Weiz, Elin EBG Motoren GmbH, Infineon Technologies Austria AG und Lumitech Produktion und Entwicklung GmbH. Der Projektkoordinator ist die Technische Universität Graz (TUG), die im Zuge von NaWi-Graz seit nunmehr zwei Jahren eng mit der Karl-Franzens-Universität Graz (KFU) verbunden ist.
Die eingereichten Forschungsprojekte in Form von einer Kombination aus Ferialarbeit und Bachelorsarbeit und von Masterarbeiten wurden von den Unternehmen vorgeschlagen und sind größtenteils so gestaltet, dass sich daraus für die Unternehmen weiterführende Forschungsprojekte in Form von Dissertationen bzw. direkte Anwendbarkeit in der Praxis ergeben. Idealerweise führen die Programmteilnehmerinnen das im Zuge von ErFIndERIn begonnene Forschungs- und Entwicklungsprojekt selbst in den Unternehmen gemeinsam mit der TU Graz in Form von einer Dissertation weiter.
Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Studentinnen, den beteiligten Unternehmen und der TU Graz entstehen starke Synergieeffekte aufgrund der universitären, naturwissenschaftlich-technische Ausbildung und industrierelevanter, praxisnaher Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Die Studentinnen profitieren dabei durch die Kombination dieser beiden Bereiche und übernehmen dabei die Rolle von Wissensvermittlerinnen zwischen Unternehmen und Universität. Durch Teilnahme am Projekt ErFIndERIn werden ausgewählte Studentinnen gezielt gefördert und für ihre spätere Karriere in Industrie und Technik vorbereitet. Diesbezüglich wird eine Vielzahl an Qualifizierungsaktivitäten gesetzt, die weit über die fachliche Regelausbildung hinausgeht.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/03/0928/02/11