EEG@Wachkoma - Grundlagenuntersuchung zur Verwendung von EEG-Gehirnsignalen zur Bewertung der residualen kognitiven Verarbeitung von Wachkoma-Patientinnen und Patienten

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Patientinnen und Patienten im Wachkoma können in verschiedenen Stadien ihres Zustandes sein: Im Englischen verwendet man die Begriffe "vegetative state" für einen Zustand, wo kein Bewusstsein, aber eine bestimmte Wachheit besteht. Im sogenannten "minimally conscious state" haben die Betroffenen neben einer bestimmten Wachheit auch eingeschränktes Bewustsein. Es ist diesen Personen aber nicht möglich mit der Umwelt in Kontakt zu treten. Durch funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI)-Aufzeichnungen wurde jedoch in den letzten Jahren gezeigt, das diese Patientinnen und Patienten ihre Gehirnaktivität mental verändern können([22],[23]). Dennoch ist die Anwendung von fMRI in MCS Patienten schwierig: einerseits wegen den hohen Kosten und einer begrenzter Verfügbarkeit, andererseits weil fMRI bei manchen Patienten, z.B. aufgrund metallischen Implantaten, nicht angewandt werden kann. Die Idee, die zu diesem Projekt führt ist folgende: mit Hilfe von Gehirnstromableitungen (EEG) lassen sich ebenfalls diese mentalen Änderungen der Gehirnaktivität messen, allerdings deutlich weniger kostspielig und auch zu Hause bei den Betroffenen. Dadurch könnten diese EEG-Messparadigmen zu einem besseren Verständnis über die residuale kognitive Verarbeitung in MCS Patientinnen und Patienten führen. In weiterer Folge wäre es vielleicht auch denkbar einen Kommunikationskanal, wenn auch einen sehr einfachen, für diese Personengruppe zu entwickeln.
StatusAbschlussdatum
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/02/1431/01/16