COVER - Kombination von Observierungstechniken für Klima und geophysikalische Forschung

Projekt: Foschungsprojekt

Projektdetails

Beschreibung

Zeitlich variable Schwerefeldlösungen spielen seit Beginn des 21 Jahrhunderts eine wesentliche Rolle bei der Bestimmung von Massentransporten im System Erde. Sie eigenen sich besonders für die Beobachtung und Analyse von klimatischen und geophysikalischen Systemen. Speziell durch die Schwerefeldmission GRACE (2002-2017) und ihrer Nachfolgemission GRACE Follow-On (gestartet 2018) hat sich unser Verständnis hinsichtlich der Massentransporten im System Erde grundlegend geändert. Allerdings sind beide Missionen, aufgrund des zur Anwendung kommenden Messprinzips, nicht sehr sensitiv für die Bestimmung des sehr langwelligen Anteils des Erdschwerefeldes. Im Gegensatz dazu ist SLR eine Beobachtungstechnik welche speziell darauf ausgelegt ist diesen Bereich des Erdschwerefeldes zu bestimmen. Ziel des Projektes COVER ist es eine Methodik zu entwickeln welche es ermöglicht, unter der Berücksichtigung von zufälligen und systematischen Fehlern, eine Kombination beider Techniken durchzuführen. Die Grundlage dazu bildet die Implementierung einer unabhängigen SLR Prozessierungskette im bestehenden Softwarepaket GROOPS, welches zur GRACE Prozessierung verwendet wird. Durch diesen Schritt wird eine konsistente Prozessierung von SLR und GRACE/GRACE-FO angestrebt.
In Bezug auf die SLR Prozessierung verfolgt das Projekt COVER noch ein weiteres Ziel. Seit dem ersten erfolgreichen tracken des Beacon-B Satelliten mittels SLR im Jahr 1964 hat sich die Technik immer mehr weiterentwickelt. Heutzutage kann man mittels SLR die Bahn von Navigations- und geostationäre Satelliten auf wenige Millimeter bestimmen. Allerdings hat sich in den letzten Jahrzenten, durch die stetig steigende Anzahl an Satelliten im Weltraum, die Gefahr von Kollisionen mit Weltraumschrott signifikant erhöht. Grundsätzlich werden die Beobachtungen durch Bodenstationen mittels Radartechnik durchgeführt. Da jedoch die Genauigkeit dieser Methodik limitiert ist haben in der Vergangenheit bereits einige Studien gezeigt, dass SLR das Potential besitzt einen wichtigen Beitrag zur Überwachung von Weltraumschrott zu leisten. Als größtes Hindernis wurde dabei die unzureichende Genauigkeit der Bahnvorhersage angesehen. Vor diesem Hintergrund wird die Station Graz-Lustbühel innerhalb der Projektlaufzeit von COVER, unter Verwendung der erstellten Prädiktionen, Messungen zu Weltraumschrott durchführen. Die dabei gewonnen Erkenntnisse werden direkt in die Weiterentwicklung einfließen. Damit soll gewährleistet werden das die Qualität der generierten Bahnvorhersagen sich für die SLR Beobachtung von Weltraumschrott eignen und so ein wichtiger Beitrag für die zukünftige Sicherheit im Weltraum geleistet werden kann.
StatusNicht begonnen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/07/2230/06/24

Fingerprint

Erkunden Sie die Forschungsthemen, die von diesem Projekt angesprochen werden. Diese Bezeichnungen werden den ihnen zugrunde liegenden Bewilligungen/Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.