Lawinenradar für Erzberg/Alpe Rauz (Arlberg)

    Projekt: Arbeitsgebiet

    Projektdetails

    Beschreibung

    Die Straßenverbindung Rauz-Zürs (Flexenstraße) wird durch eine Lawine vom westlich gelegenen Erzberg gefährdet. Nach längerdauernden Schneefällen können Räumtrupps die Flexenstraße nur dann befahren, wenn feststeht, daß diese Lawine bereits abgegangen ist. Da
    zwischen Anrißgebiet und dem gefährdeten Straßenabschnitt eine Geländemulde liegt, welche anfangs schwächere Lawinen auffangen kann, bei zunehmender Füllung mit Schnee jedoch ihre Schutzfunktion verliert, ist im zugänglichen Bereich der Straße nicht feststellbar, ob ein Abgang bereits erfolgt ist. Deshalb wurde vom Institut ein gepulstes Doppler-Radar für die eindeutige und sichere Identifizierung des Abgangs dieser Lawine entwickelt und gebaut.
    Basierend auf Erfahrungen aus dem vorhergehenden Bau von Lawinenradars für die
    Sprengseilbahn Himmeleck und für die FBVA in Innsbruck (Messungen der Lawinendynamik), wurde ein modifiziertes Radar entworfen und erfolgreich realisiert.
    Es mißt von einem sicheren Standort aus (Dach des Bauhofs Rauz) ständig Echosignale vom Erzberg-Lawinenhang, welcher rund 3 km entfernt liegt. Die Betriebsfrequenz ist 5616 MHz, die Entfernungsauflösung beträgt 50 m. Von jedem 50-m-Abschnitt des Lawinenhanges werden sekündlich mehr als 10 Geschwindigkeitsspektren berechnet und damit jede Schneebewegung eindeutig erfaßt und rund um die Uhr aufgezeichnet. Für 2003/04 sind weitere 3 Lawinenradars für die Straßensicherung im Raum Stuben-Rauz-Zürs zur Entwicklung vorgesehen.
    StatusLaufend
    Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/01/9331/01/25